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Profitipp 22.09.10

Luftreinigende Pflanzen

Der technologische Fortschritt hat heute, kurz nach dem Eintritt ins dritte Jahrtausend, eine atemberaubende Geschwindigkeit erreicht. Die Menschen scheinen einen unstillbaren Durst auf technische Spielereien zu haben, die ihr Leben angeblich produktiver und angenehmer machen. Doch damit einhergehend ist ihr Verhältnis zur Natur immer distanzierter geworden. Viele von uns versuchen aus diesem Grund, den Bezug zur Natur durch Pflanzen im Haus, der Wohnung oder im Büro – in ihrem unmittelbaren Alltagsleben – aufrechtzuerhalten.

 

Seit den 80er Jahren haben viele renommierte Forschungsinstitute Projekte durchgeführt, wobei das „sick building syndrom“ im Brennpunkt stand. Diese aussagekräftigen Tests ergaben, dass die Umgebungsluft in Innenräumen viele Schadstoffe enthält. Stoffe, die z.B. aus Baumaterialien und Kunststoffen in Gebäuden stammen, aber auch von elektrischen Geräten sowie der Transpiration und Atmung der Bewohner. Aufgrund des entstandenen Feinstaubes und der schädlichen Gase, aber auch der trockenen Luft leiden Menschen unter:

  • Allergien,
  • Asthma oder Atembeschwerden,
  • Reizung von Augen, Nase oder Hals,
  • Abgeschlagenheit,
  • Kopfschmerzen,
  • nervösen Beschwerden,
  • oder Nebenhöhlenverstopfung.


Wie beeinflussen Pflanzen das Innenraumklima?

Jede Pflanze erzeugt den lebensnotwendigen Sauerstoff, doch nicht jede Pflanze kann für eine gesündere oder angenehmere Luft sorgen.
Krankheiten, die durch die Raumluft verursacht werden, entstehen in der Regel durch den langandauernden Kontakt mit einem niedrig konzentrierten Chemiecocktail. Teppichböden sind oft die Ursache für ein ungesundes Raumklima. Neu verlegte Bodenbeläge enthalten noch viele chemische Reizstoffe. So ein Chemiecocktail kann z.B. aus Formaldehyd Xylol / Toluol BenzolTrichlorethylen Chloroform Ammoniak Alkoholen und Aceton – bestehen.
Viele Pflanzen, hauptsächlich diejenigen mit einem hohen Wasserbedarf, erfüllen in geschlossenen Räumen gleich mehrere Funktionen. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und zwar auf absolut keimfreie Art, sie beseitigen gerade in Bürogebäuden mit viel Elektrotechnik angesammelte Staubpartikel. Der Großteil des Wassers, das den Pflanzen zugeführt wird, wird wieder verdunstet. Der Wasserdampf bindet den Staub, der sich auf dem Boden sammelt, von dort kann er leicht entsorgt werden. Nicht zu unterschätzen ist die motivierende Atmosphäre durch blühende Pflanzen vor allem in Büros!

7 optimale Pflanzen, die Sie als "grüne Luftreiniger" einsetzen können:

  • Dracaena marginata – ist ein wirkungsvoller Luftreiniger, bei der Reinigung der Luft von Xylol, Trichlorethylen und Formaldehyd ( 10 Mikrogramm / Stunde)
  • Epipremnum aureum – entfernt Formaldehyd (5 Mikrogramm / Stunde)
  • Sansevieria trifasciata – der Bogenhanf produziert Sauerstoff und verbraucht Kohlendioxid nicht am Tag, sondern in der Nacht. Wäre optimal für das Schlafzimmer. (Formaldehydabbau 2 Mikrogramm / Stunde)
  • Ficus benjamina – entfernt Luftschadstoffe sehr effektiv, besonders Formaldehyd (10 Mikrogramm / Stunde).
  • Schefflera elegantissima – entfernt Formaldehyd ( 9 Mikrogramm / Stunde)
  • Spathiphyllum wallisii – entfernt besonders gut Alkohole, Aceton, Trichlorethylen, Benzol und Formaldehyd (10 Mikrogramm / Stunde).
  • Chlorophytum comosum – unkomplizierte Pflanze baut chemische Schadstoffe ab.

 

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Autor: Bettina Grilz
Rubrik: Zimmerpflanzen
Stichworte: Grüne Klimaanlage, Luftverbesserer, SChadstoffe, Luft, gesund, Klima
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