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Profitipp 14.04.11

Pfingstrosen – Pflanz- und Pflegeanleitung

Blütezeit: Die Europäische Pfingstrose oder Echte Pfingstrose (Paeonia officinalis) und ihre Zuchtsorten blühen oft tatsächlich schon zu Pfingsten.

Die durch mehrblütige Stängel oft noch etwas üppigeren und deshalb wohl noch häufiger kultivierten Gartenpfingstrosen, Edelpäonien oder Chinesiche Päonien (Paeonia lactiflora) und ihre Sorten, haben dagegen meist erst einen etwas späteren Blühbeginn im Frühsommer (VI).

Das Wort Pfingsten kommt aus dem Griechischen: πεντεκοστος [pentekostos] fünfzigster: Am 50. Tag nach Ostern feiern wir mit dem Pfingstfest, dass an diesem Tage der Heilige Geist über die Jünger Jesu ausgegossen wurde.


Pflanzanleitung für Pfingstrosen (Staudenpäonien, Strauchpäonien & Baumpäonien):
Wichtig – Ausnahme: Anders als bei Rosen und Clematis darf man die normalen Staudenpäonien NICHT zu tief (Augen max. 2-3 cm unter die Erde) pflanzen, egal ob veredelt oder nicht, da sonst die Blüte ausbleiben kann. Daher am besten gar nicht und allenfalls nur vorsichtig mulchen bzw. Kompost auftragen.
Ungestörte alte Exemplare blühen am besten als Flachwurzler – mit fleischigem Wurzelsystem sind sie sehr empfindlich gegen Störungen. Zum Vermehren ggf. daher nur am Rand abteilen und den abgestochenen Teil mit viel vorhandener Erde umsetzen, damit er so schnell wie möglich wieder Blüten bildet.
Auch beim Verpflanzen lässt man am besten einen Rest der Pflanze am vorhandenen Platz stehen und sticht nur einen Teil ab, falls der umgepflanzte Teil aus irgendwelchen Gründen eingeht, z.B. weil man bis zum Anwachsen nicht ausreichend gewässert hat. Das gilt auch für alle anderen Stauden.

Bester Zeitpunkt zum Umpflanzen ist grundsätzlich Spätsommer/Frühherbst (VIII/IX), jedoch immer erst wenn die Hitze vorbei ist und es öfter regnet: Dann haben die Pflanzen vor dem Winter genug Zeit Wurzeln zu bilden und anzuwachsen, und man braucht nicht dauernd zu gießen. Auch der Frühling kurz vor/bei Austriebsbeginn eignet sich meist gut, nicht selten muss man dann aber zusätzlich wässern, weil es plötzlich schon über längere Zeit zu warm und trocken wird. Im Prinzip kann man auch zu jedem anderen Zeitpunkt verpflanzen, selbst im glühenden Hochsommer, man muss dann allerdings stets aufwändig darauf achten, dass die Pflanzen nicht austrocknen und ggf. sogar mehrmals täglich gießen und am besten mulchen.


Standort, Ansprüche:
Strauchpäonien oder Baumpäonien (=Höhe/Breite 1,50m) benötigen einen geschützten, nicht spätfrostgefährdeten Platz, z.B. nahe einer Mauer, und müssen dagegen unbedingt tiefer, und zwar etwa handhoch (10 cm) unter die Erde gepflanzt werden, um einen Austrieb des Edelreises aus den schlafenden Augen unter der Erde und somit dichtbuschigen Wuchs zu erzielen.
Licht: Volle Sonne (oder leichter Halbschatten)

Düngen: Der Boden sollte nährstoffreich und humusreich sein. PH-Wert: Ideal ist leicht kalkhaltig, alkalisch, Päonien gedeihen aber meist auch gut, wenn der Boden normal oder sauer ist.

Wasser/Gießen: Gleichmäßig feucht halten, jedoch ohne Staunässe.

 

Schneiden:
Staudenpäonien: Verblühtes abschneiden, Blätter erst im Herbst oder Frühjahr.
Strauchpäonien, Baumpäonien: Am besten regelmäßig direkt nach der Blüte so mäßig auslichten, dass man nicht sieht, dass geschnitten wurde. Bei Platzmangel (zu groß geworden), zur Verjüngung (verkahlt) oder nach Sturmschaden: Vertragen im Notfall normalerweise auch starken Rückschnitt bis ins alte Holz. Bei Radikalschnitt, Kappen (auf den Stock setzen) auf etwa 50cm-1m kurz vor Austriebsbeginn wie bei Flieder oder Rhododendron + Azalee bleibt mindestens ein Jahr die Blüte aus.

 

Gartengestaltung:
Staudenpäonien im Pflanzabstand von etwa 0,50 m, in großen Gruppen einer Sorte pflanzen. Einzelexemplare mit kleinblütigen Massenblühern kombinieren, Maiblühende Pfingstrosen z.B. mit blauen Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica), weißen Schleifenblumen (Iberis) oder gelbem Steinkraut (Alyssum), Juniblüher mit kleinblütigen Rosenbegleitern, z.B. blaue Katzenminze (Nepeta x faassenii) oder weißem Steinkraut (Lobularia maritima).
Pflanzabstand Strauchpfingstrosen/Baumpäonien: 1,50 m. Passen gut zu Bambus, insbesondere der dunkelgrünen Fargesia nitida oder vor dunkle Nadelgehölze wie Eibe (Taxus baccata).

 

bellaflora-Tipp:
Bester Schnittzeitpunkt: Die Blumen halten sich besonders lange in der Vase, wenn sie geschnitten werden, sobald an der Knospe die Blütenfarbe erkennbar ist.

 

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Autor: Lucia Böck
Rubrik: Garten & Balkon
Stichworte: Pfingsten, Pfingstrosen, Anleitung
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