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Profitipp 27.02.10
Wissenswertes über die Düngung 1
Das Besondere an allen grünen Pflanzen ist ihre Fähigkeit, aus anorganischen Elementen organische Substanzen aufbauen zu können. Dieser chemische Prozess spielt sich in allen grünen Pflanzenteilen ab. Die Nährstoffe werden meistens von den Wurzeln, aber auch von den Blättern aufgenommen.
Die Bedeutung der Nährstoffe erkannte man im letzten Jahrhundert, der bekannte deutsche Chemiker Justus von Liebig verhalf aufgrund seiner wissenschaftlichen Arbeit der „Mineralstofftheorie“ zum Durchbruch. Er fand 10 unentbehrliche Nährstoffe (zu denen vor allem Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium und Kalzium gehören) die die Pflanze allesamt über die Wurzeln aufnimmt. Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff gelangen über die Blätter in die Pflanze. Heute weiß man, dass die Pflanzen rund 20 Nährstoffe für ein gutes Wachstum brauchen. Diese findet man in den unterschiedlichsten Düngern mit den unterschiedlichsten Zusammensetzungen und Dosierungen.
Die folgenden Nährstoffe sind für die Pflanzen von besonderer Bedeutung:
- Stickstoff: Regt in erster Linie das vegetative Wachstum an.
Stickstoffmangel äußert sich in gelblichen Blättern und kümmerlichen Pflanzenwuchs. Der leicht lösliche Stickstoff (Nitrat) im Boden wird schnell ausgewaschen. Achten Sie daher besonders sorgsam auf den richtigen Stickstoffanteil im Boden. - Phosphor: Ist für die Bildung von Blüten, Früchten und Samen notwendig.
- Kalium: Dieser Nährstoff wird in größeren Mengen benötigt, da er als Katalysator beim Aufbau von Kohlenhydraten eine große Rolle spielt. Kalium festigt das Pflanzengewebe und schafft stabile Pflanzen.
- Magnesium: Dies ist der einzige anorganische Nährstoff, der im Blattgrün (Chlorophyll) der Pflanzen vorkommt. Bei einem Magnesiummangel können sich die Blätter gelblich verfärben.
- Kalzium: Es festigt in erster Linie das Pflanzengewebe, bindet schädliche Säuren und schafft dadurch harmonische Verhältnisse im Nährstoffhaushalt der Pflanzen. Kalzium ist für den Aufbau der stabilen Bodenkrümel von entscheidender Bedeutung. Dieser Nähstoff ist nicht nur Pflanzen- sondern auch Bodendünger.
- Eisen: Als Katalysator ist dieser Nährstoff bei der Bildung von Chlorophyll notwendig, kommt jedoch nicht im Blattgrün vor. Aber Vorsicht! Kalzium geht leicht eine Verbindung mit Eisen ein.
- Kohlenstoff: Er ist der Hauptnährstoff der Pflanzen und wird nicht über die Wurzeln, sondern über die Blätter aufgenommen. Als CO² gelangt er durch die Spaltöffnungen in die Blätter und wird dort zu Kohlenhydraten verarbeitet (Fotosynthese). Die Kohlenstoffaufnahme kann im Garten nicht beeinflusst werden.
- Sauerstoff: In Verbindung mit Wasserstoff wird Sauerstoff als Wasser benötigt. Er ist für die Atmung der Pflanzen lebensnotwendig.
- Wasserstoff: Dieser Nährstoff spielt in Verbindung mit dem Sauerstoff in Form von Wasser eine wichtige Rolle.
Nährstoffaufnahme
Alle Nährstoffe, die von den Pflanzen über die Wurzeln aufgenommen werden, sollten als Vorrat im Boden vorhanden sein. Sie sind entweder mit den Bodenteilchen verbunden oder im Bodenwasser gelöst. Für die optimale Entwicklung der Pflanzen muss ein gewisses Nährstoffreservoir im Boden vorhanden sein. In früheren Zeiten war man ganz auf die Gaben der Natur angewiesen, heute hat man die Möglichkeit, in vielfältiger Weise die notwendigen Nährstoffe zusätzlich zu verabreichen. Alle diese Mittel werden unter dem Sammelbegriff – Dünger – angeboten.
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Autor: Bettina Grilz Rubrik: Garten & Balkon Stichworte: Dünger, Düngung Einen Kommentar schreiben Kommentare anzeigen (0) |


