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Profitipp 28.10.11

Alles fit für den Winter?

Wenn Kräuter, Stauden, Immergrüne und Kübelpflanzen richtig vorbereitet sind, dann überleben sie den bevorstehenden Kältemarathon. Heftige und plötzliche Temperaturstürze zwingen auch Gewächse in die Knie, die als völlig robust bekannt sind.

Schlummern im Blätterbett
Herbstblühende Stauden können sich nicht geruhsam auf den Winter vorbereiten und werden manchmal vom Frost im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt. Japananemone, Herbstchrysantheme, Winteraster oder Silberkerzen hüllen sich am liebsten in einen Mantel aus Laub. Schütten Sie dazu trockene, gerbstoffarme Blätter (z. B. von Buche und Ahorn – keine Eiche, keine Walnuss!) rundherum an die Horste. Auch Stauden-Sonnenblumen, Pfahlrohr und grundsätzlich alle Neupflanzungen bevorzugen ein herbstliches Laubbett. Fichtenzweige verhindern, dass der Wind das Laub wegbläst.
Hauswurz, Fetthenne und andere Stauden, die beblättert in den Winter gehen, verstecken sich gerne unter Fichtenzweigen, die Sie locker über die Pflanze legen. Diese eignen sich besser als Tannenzweige, da die Fichtennadeln am Ende des Winters abfallen und sich dadurch die Pflanzen langsam an die Temperaturen gewöhnen und nicht zu früh austreiben.

Nie mehr nasse Füße
Nicht die Kälte, sondern die Nässe macht vielen Pflanzen im Winter das Leben schwer. Vor allem Kräuter aus dem warmen Süden sind es gewohnt, trockenen Fußes durch die kalten Monate zu kommen. Im dauerhaft nassen, halbgefrorenen Boden faulen ihre Wurzeln und sterben ab. Auf Nummer sicher geht, wer Salbei, Thymian, Majoran, Estragon oder Currykraut in Töpfe setzt und zu den übrigen Kübelpflanzen ins frostfreie Winterquartier stellt. Doch auch eine Art Regenschirm rettet Ihre Gewächse vor dem Ertrinken. Bauen Sie ein einfaches Bretterdach und decken dieses mit Noppenfolie ab. Wichtig dabei ist, dass die Luft zirkulieren kann. Auch Gräser faulen im Winter in regenreichen Gegenden: Binden Sie Pampasgras und Chinaschilf schopfartig zusammen. Rundherum hoch mit Laub angehäuft bleibt der Blattgrund trocken.

Immergrün – immer durstig
Das Laub wintergrüner Laubgehölze und Nadelbäume verdunstet auch im Winter Wasser. Gefriert der Boden, können ihre Wurzeln nicht für Nachschub sorgen. Winde und pralle Spätwintersonne ziehen jeden einzelnen Tropfen Wasser aus den dünnen Zweigen und Blättern. Solange der Boden offen ist, sollten Sie daher Ihre Pflanzen ausgiebig wässern. Packen Sie reichlich Laub und Rindenmulch unter die Gehölze. Ab Ende Jänner decken Sie die Pflanzen nach Osten und Süden hin ab. Dafür eignen sich Vlies, Schilfmatten, Stroh oder Sackleinen.

Hübsche Wintermäntel gegen frostige Temperaturen
Winterharte Pflanzen schmücken Kübel und Töpfe rund ums Jahr. Doch im Topf reagieren sie viel empfindlicher als ausgesetzt im Garten. Ihre Wurzeln sind wesentlich stärker dem Frost ausgesetzt und leiden unter heftigen Temperaturschwankungen. Wer seinen Buchs, Kirschlorbeer oder Bambus nicht auspflanzt, kann die Kübel auch in einer windgeschützten Ecke zusammenstellen und mit Laub überschütten. Doch dürfen Buchs & Co auch weiter die Hauseingänge, Terrassen und Balkone schmücken, vorausgesetzt, Sie packen Ihre frostharten Töpfe – nicht die ganze Pflanze – warm ein. Stellen Sie die Gefäße auf Bretter oder Ziegelsteine (Terracottafüßchen), damit sie keinen Bodenkontakt haben. Umhüllen Sie die Gefäße mit einem weiten Maschendrahtmantel, den Sie mit trockenem Laub oder Stroh füttern. Dekorativer sind lockere Hüllen aus Sackleinen, Stroh-, Weiden-, Bambus- oder Bastmatten und Vlies. Stopfen Sie auch deren Zwischenräume mit Dämmmaterial aus. Besonders gut schützt ein „Unterhemd“ aus Luftpolsterfolie, die Sie um den Topf wickeln.

 

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Autor: Bettina Grilz
Rubrik: Garten & Balkon
Stichworte: Winterfit, Pflanzen überwintern
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