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Profitipp 15.06.11
Kakteen und Sukkulenten: Allgemein
Sie sind Blütenpflanzen wie Azaleen oder Usambaraveilchen – warum sehen Kakteen ganz anders aus? Die charakteristische Kakteengestalt ist in Millionen von Jahren durch Anpassung an trockene Standorte entstanden.
Durch ihre äußere Gestalt wird die Verdunstungsfläche so klein wie möglich gehalten, die Kugel- und Säulenform schützt sie vor extremer UV-Bestrahlung. Die Blätter wurden in Dornen umgewandelt und legten sich eine dicke Haut zu. Diese überzogen einige Gattungen zusätzlich mit wachsartigen Überzügen, Korkbelägen, dichten Dornen oder silbrigen Haarkleidern. Dabei war die Natur phantasievoll: Die Familie der Kakteen umfasst ca. 200 Gattungen und mehrere tausend Arten.
Auch die Wurzeln haben sich angepasst. Manche Arten entwickeln weit ausladende, flach unter der Erde sitzende Wurzeln. Diese können auch den kürzesten Regenguss voll aufnehmen. Andere wiederum legten sich dicke Rübenwurzeln als Wasserspeicher zu. Es entwickelten sich mit der Zeit sukkulente Pflanzen, darunter versteht man Gewächse, bei denen Gewebe, Rinde oder Mark als Wasserspeicher dienen.
Die artgerechte Pflege
Kakteen und Sukkulenten beanspruchen wenig Platz und Pflege, sie sind sehr robust, werden jedoch durch zu viel Wasser leicht zu Tode gepflegt. Verwenden Sie zum Gießen, wenn möglich, Regenwasser. Im Sommer können die Pflanzen ruhig ordentlich gegossen werden, vermeiden Sie Staunässe. Gießen Sie erst wieder, wenn das Substrat vollkommen ausgetrocknet ist. Im Herbst reduzieren Sie das Gießen und im Winter wässern Sie bei einem kühlen Standort unter 10 °C überhaupt nicht, bei wärmeren Stand nur ganz, ganz wenig. Regen Sie in der kalten Jahreszeit auf keinen Fall das Wachstum an.
Die Wachstumszeiten sind auch die Düngezeiten. Von April bis August mischen Sie alle 2 bis3 Wochen, schwach dosiert, einen speziellen Kakteendünger unter das Gießwasser.
Stachlige Sache: das Umtopfen
Alle 2 Jahre sollten Kakteen umgetopft werden. Vorsicht! An den spitzen, oft sehr wehrhaften Dornen können Sie sich verletzen. Verwenden Sie auf jeden Fall Handschuhe.
Die Töpfe sollten nicht zu groß sein. Zum Umtopfen empfehlen wir eine spezielle Kakteenerde; sie ist luft- und wasserdurchlässig sowie mineralisch.
Gießen Sie die umgetopften Kakteen frühestens nach einer Woche an.
Mitte Mai nach den Eismännern, können Sie die Pflanzen ins Freie stellen. Die Wachstumsruhe ist in der Regel im Winter.
Schattenliebhaber unter den Kakteen
Ganz anders schaut die Pflege bei epiphytischen Kakteen (z. B. Blattkakteen) aus. Sie brauchen eine humusreiche, nahrhafte Erde, mehr Wasser und hohe Luftfeuchtigkeit. Und im Unterschied zu ihren Wüstenbrüdern sagen sie: Sonne, nein danke!
Schädlinge
Die am häufigsten auftretenden Schädlinge sind Schild- und Schmierläuse, die weiße Fliege und Spinnmilben. Wirksame Pflanzenschutzmittel erhalten sie im Fachhandel.
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Autor: Bettina Rubrik: Zimmerpflanzen, Garten & Balkon Stichworte: Kakteen, Sukkulenten, mediterran, Erde, Umtopfen, Sommer Einen Kommentar schreiben Kommentare anzeigen (0) |


