Essays
Essay 29.06.11
„Bin ich satt!“ – Die Grillsaison ist eröffnet
Holzkohle, Anzündwürfel und die Grillvorbereitung ist schon fast perfekt. „Italienische Kräuter!“ ruft Michael. Ich trage Rosmarin, Thymian und Basilikum vom Fensterbrett zu meinem Holzkohlegrill. Heuer verwende ich erstmals Grill Briquettes, die Wärme wird dadurch noch länger gespeichert.
Klassiker Holzkohlegrill
„Du und dein Traditionsbewusstsein!“ Benjamin zweifelt an meiner Liebe zu Holzkohle und weiß nichts von meiner Passion für bellaflora zu schreiben, er erzählt mir: „Gestern kaufte ich mir bei bellaflora einen Gasgrill!“ Er schwärmt vom Verkaufspersonal: „Der Gasgrill wird schneller heiß und außerdem ist die Temperatur exakt einstellbar“. Benjamin weiß, dass er nun ein ganzes Huhn grillen kann und im Anschluss Zucchini und Tomaten punktgenau freiluftbraten wird. Michael sieht die Sache anders, er brät nur am Elektrogrill.
Dass meine Bratwürstchen am Holzkohlegrill genauso saftig werden, brauche ich den beiden gar nicht zu erklären; ihre Meinung ist festgefahren: „Grillen ist eben Männersache!“
Saftiges Steak trifft Bio-Kräuter
Da ich diese Vorwürfe nicht auf mir sitzen lassen will, packe ich die saftigen Steaks, die ich bei einem Biobauern gekauft habe, aus. Etwa vier Zentimeter dicke Fleischstücke bestreiche ich mit einem Pesto aus italienischen Bio-Kräutern, Olivenöl und Knoblauch. „Ein Zitronenmelissencocktail?“ so versuche ich Benjamin, Michael und mir die Zeit zu vertreiben – das Fleisch muss mindestens eine Stunde im Kühlschrank rasten – und darf erst mit Zimmertemperatur auf den Grillrost. Nebenbei schneide ich ein paar Tomaten in Scheiben und bestreue sie mit Basilikum.
Klappe zu!
Nach der Rastzeit brate ich die Steaks fünf bis sieben Minuten auf jeder Seite – bei geschlossenem Deckel. „Genau das hat mir der Verkäufer auch gesagt!“ ruft Benjamin, „so bleibt das Fleisch saftiger!“ „Ich weiß“ schmunzle ich nur noch.
„Ist das gut!“ „So kross!“ Benjamin und Michael sprechen fast nichts mehr – „Da bleibt mir die Spucke weg!“ stammelt einer von den beiden.
„Nachspeise gefällig?“ Da ich keine Freundin der langen Vorbereitung bin, lege ich nur ein paar Ananasscheiben auf die Alu-Tropfschalen am Grillrost und nütze so die Restwärme aus.
„Bin ich satt! – Hast du in deinem Garten auch einen Liegestuhl?“
Ein Verdauungsnickerchen bringt die beiden wieder zu Kräften.
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Autor: Johanna Jeitler Rubrik: Garten & Balkon Stichworte: Grillen, Kräuter, Gemütlichkeit, Gemüse Einen Kommentar schreiben Kommentare anzeigen (0) |


