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Essay 13.01.12
Kräuter – Schönheit, Duft, Würze und Medizin
Woran denken Sie zuerst, wenn Sie Kräuter hören?
- An den intensiven Duft, der den Blättern entströmt, wenn man Sie leicht berührt?
- An die raffinierten Aromen, mit denen Sie raffiniert Gerichte verfeinern und damit kulinarische Spezialitäten eines Landes mühelos nachahmen?
- An wohltuende Kräutertees, die sanft allerlei Alltagsbeschwerden lindern oder gar komplett vertreiben?
- Oder an dekorative Blätter und bunte Blüten die den Garten verschönern?
Was auch immer Ihnen zuerst einfällt, Kräuter verkörpern all diese herrlichen Eigenschaften in einem. Dies ist mitunter der Grund, warum die uralten, traditionellen Gartenpflanzen nie aus der Mode kommen und sich ungebrochener Beliebtheit erfreuen. Sie gehören einfach zu den sinnlichsten Erlebnissen, die die Flora zu bieten hat.
Der neuentdeckte dekorative Faktor
In früheren Jahrhunderten stand eher die heilende Wirkung im Mittelpunkt des Interesses. Gegenwärtig rücken auch immer mehr die optischen Reize, der duftenden Multitalente in den Fokus. Kräuter haben schließlich mehr zu bieten als frisches Grün. Wer jemals Heiligenkraut oder Lavendel unter rosafarbenen Rosen gesehen hat, wird den Zierwert der Aromapflanzen nicht anzweifeln. Allein das Salbei- oder Thymiansortiment trumpft mit einer ganzen Palette buntlaubiger, panagierter Sorten auf, welche Staudenbeete optisch beleben und sind Grundbestandteil des immer beliebter werdenden „Duftgartens“.
Aromaküche
Zur Zeit erfreut sich aber vor allem die Aromaküche großer Beliebtheit. Seit die Nation das Kochen für sich entdeckt hat und sich täglich über Fernseh-Sendungen von Starköchen/Innen inspirieren lässt, stehen frische Kräuter als Geschmacksgeber ganz hoch im Kurs. Ob traditionell (Sauerampfer, Kerbel oder Bärlauch, …), mediterrane Fitness (Oregano, Basilikum, Rosmarin, …) oder ungewohnt exotische Gaumenreize (Ingwer, Koriander, Zitronengras, …) – die Experimentierfreudigkeit ist erfreulich groß. Und womit könnte man sich intensivere Aromen holen als mit frisch geernteten Kräutern aus dem eigenen Garten, von der eigenen Fensterbank oder vom Balkon?
Frisch auf den Tisch! – lautet das Motto.
Gesundheit
Die Heilwirkung von Kräutern, oft über Jahrhunderte überliefert, wurde inzwischen in vielen Fällen wissenschaftlich belegt.
So nutzt man z.B. die antibiotische Wirkung von Thymian und die entzündungshemmende von Salbei auch in der modernen Schulmedizin. Wermut fördert die Verdauung – nicht zuletzt wegen seines Anteils an Bitter- und Gerbstoffen. Ähnliches gilt für Beifuss, der deshalb traditionell "schwere Gerichte", wie z.B. den weihnachtlichen Gänsebraten, bekömmlicher macht. Die segensreiche Wirkung der Kräuter kommt nicht nur in Form von Heiltees oder sonstigen medizinischen Anwendungen zu tragen, auch als Würze in Gerichten genossen tun sie dem Körper gut.
Sogar die Düfte alleine haben einen positiven Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden (wissenschaftlich nachgewiesen). Sie können Körperreaktionen hervorrufen und unbewusst beeinflussen. Denn Gerüche werden im Stammhirn verarbeitet, einem entwicklungsgeschichtlich uralten Teil unseres Gehirns, von welchem aus auch unsere Emotionen gesteuert werden.
Ein Umstand den sich z.B. auch die Aromatherapie zu nutzen macht. So fördern Zitrusdüfte z.B. die Konzentrationsfähigkeit, der Lavendelduft entspannt und der Rosmarinduft regt den Kreislauf sanft an.
So kann man sich täglich sein individuelles Wellnessprogramm – ganz nach Lust und Laune – zusammenstellen.
Assoziativkraft
Aber man kennt auch die Assoziativkraft von Düften. So kann man sich auch ganz bewußt eine besondere Stimmung kreieren. Z.B. lässt sich mit ein paar Pflanzen im Handumdrehen ein mediterranes Flair ins Wohnzimmer zaubern.
Dass mediterranes Flair so beliebt ist, hat sicher auch mit der positiven Erfahrung des typischen mediterranen Lebensstils in diesen Urlaubsländern zu tun. Mit den richtigen „Zutaten“ ist es jederzeit möglich, Mittelmeer- und Urlaubsfeeling in eine ganz normale Einbauküche in unsere nördlichen Gefilde zu holen, das den Winter vollkommen vergessen lassen macht.
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Autor: Bettina Grilz Rubrik: Zimmerpflanzen, Garten & Balkon, Dekoration, Allgemeines Stichworte: Dekoration, Duft, Essen, Farben, Gewürze, Kräuter Einen Kommentar schreiben Kommentare anzeigen (1) |


