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Essay 15.10.11
Mit Verlaub, die Blätter fallen
Es ist so weit: Haube und Handschuhe sind aus dem Sommerquartier ausgepackt, der Herbst ist endgültig da. Soeben spazierte ich mit meinem Hund Aron durch die heimischen Wälder und hörte das Laub nur so rascheln. Da dachte ich wieder einmal an meinen Garten und Gartenbesitzer, die sich viel zu viel unnötige Arbeit machen.
Das Laub rascheln hören
Das Laub sollte nämlich nicht nur im Wald, sondern auch in unseren Gärten rascheln. Während des Winters bieten die Blätter Igeln und anderen Kleintieren Überlebensschutz und ganz nebenbei verhindert das Laub übermäßigen Unkrautwuchs. Lassen Sie daher so viel Laub wie möglich in Ihren Gärten liegen, nur das Blattwerk von Eiche und Nuss muss unbedingt entfernt werden. Dieses enthält nämlich verrottungshemmende Gerbstoffe und sollte daher auch nicht am Komposter landen.
Kellerasseln fühlen sich pudelwohl
Ein weiterer positiver Effekt des liegen gelassenen Laubes ist die Humusbildung. Im Laub fühlen sich gutartige Pilze, Bakterien und (Keller-)Asseln pudelwohl, diese zersetzen das Blattwerk und verwandeln es in wertvolle Erde. Sollte die Laubschicht in Ihrem Garten dicker als 20 cm sein, so muss besonders in Staudenbeeten doch etwas Laub gerecht werden. Denn unter einer derartig dicken Blätterlage würden vorhandene Pflänzchen keine Luft mehr bekommen und ersticken.
Laub am bunten Staudenbeet
In Maßen ist auch im Staudenbeet das Laub natürlicher Nährstofflieferant. Sollten Sie bereits Blumenzwiebeln gelegt haben, so hat die Laubschicht im Frühjahr noch einen weiteren Nutzen. Die Stängel von Tulpen, Narzissen und Co. haben einen weiteren Weg zum Tageslicht und werden dadurch länger. So kann auch die hohe Vase, für die so selten Blumen gefunden werden, im Frühjahr aus der Vitrine kommen und mit langstieligen Frühlingsblühern versehen werden.
Die Dekoidee – Gepresste Blätter in Bilderrahmen
Für diese Dekoidee benötigen Sie einige Blätter mit besonders bunter Herbstfärbung aus Ihrem Garten. Meine Lieblingsblätter sind von Roteichen, diese sind zwar selten in Privatgärten zu finden, aber in städtischen Parks hat man gute Chancen, zu den bis zu 20 cm langen Blättern zu gelangen. Gelbe und rote Blätter vom Ahorn oder die doppelt gesägten Kirschblätter sind ebenfalls sehr dekorativ.
Die Blätter Ihrer Wahl legen Sie zwischen trockenes Zeitungspapier, diese Bögen kommen für etwa zehn Tage unter sehr schwere Bücher, dann ist die Feuchtigkeit aus den Blättern entwichen. Die gepressten Blätter werden mit Fotoklebern auf farblich abgestimmtes Buntpapier geklebt und kommen in einen Bilderrahmen – fertig ist der dekorative Wandschmuck.
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Autor: Johanna Jeitler Rubrik: Garten & Balkon, Dekoration Stichworte: Laub, Blätter, Basteln Einen Kommentar schreiben Kommentare anzeigen (0) |


