Profitipp, März
Sommer – Sonne – Salbei
Wenn bunte Schmetterlinge die violetten Blütenrispen des Steppen-Salbeis (Salvia nemorosa) umflattern, ist der Sommer ins Land gezogen. Wie alle Mitglieder der großen Salbeifamilie ist die winterharte Blütenstaude ausgesprochen vielseitig.
Werden mehrere Exemplare des Steppen-Salbeis zusammen gepflanzt, ist er der Star im Blumenbeet. Als Begleiter der Königin der Blumen, der Rosen, tritt der Salbei jedoch charmant in den Hintergrund. Schneiden Sie regelmäßig die verwelkten Blüten ab, so bilden sich den ganzen Sommer immer wieder neue Knospen.
Aromatische Heilplfanze
Der Salbei hat auch viele aromatische Kräuter in der Familie wie z. B. den Gartensalbei (Salvia officinalis). Er ist seit der Antike eine beliebte Würz- und Heilpflanze. Für das Blumenbeet oder den dekorativen Topfgarten sind vor allem Sorten mit gelb und weiß gezeichneten oder violett überhauchten Blättern interessant. Wie die ursprüngliche Art blühen sie alle violett.
Da die buntblättrigen Sorten frostempfindlicher sind, sollte man ihnen einen Winterschutz geben, z. B. aus Fichtenreisig. Für einen kompakten Wuchs schneidet man die Pflanzen regelmäßig im Frühling zurück.
Imposante Erscheinung
Der Muskateller-Salbei (Salvia sclarea) mit seiner herben Würznote ist nicht jedermanns Sache. Aber auf seine imposante Erscheinung mit den großen hellvioletten Blüten sollte man im Bauerngarten nicht verzichten. Die Art ist nur kurzlebig – sie zählt zu den zweijährigen Pflanzen, sät sich jedoch an sonnig-warmen Plätzen selbst aus und sorgt so für wiederkehrenden Blütenschmuck.
Sensibler Mexikaner
Der fruchtige Geschmack des Ananas-Salbeis (Salvia rutilans) darf z. B. in einem sommerlichen Obstsalat oder in einem Kräutertee nicht fehlen. Die roten Blüten öffnen sich erst im Herbst und sind ein aparter Schmuck für die sonnige oder halbschattige Terrasse. Die aus Mexiko stammende Art muss frostfrei, aber kühl überwintert werden.
Einjährige Salbei-Arten
Einjährige Salbei-Arten bieten keine Würze. Dafür punkten sie mit langer Blütezeit. Zu den bekanntesten zählt der Feuer-Salbei (Salvia splendens), der von Mai bis September seine Blüten zeigt. Sein leuchtendes Rot sollte man im Beet oder Blumenkasten jedoch nur sparsam verwenden, sonst wirkt er schnell sehr aufdringlich. Dagegen übt sich der Mehlige Salbei (Salvia farinacea), von dem es blaue, violette und silberweiße Sorten gibt, in vornehmer Zurückhaltung. Ursprünglich stammt diese Salbeiart aus Texas und gedeiht dort als mehrjährige Staude. Da sie in unseren Breiten leider frostempfindlich sind, wird sie als einjährige Sommerblume gezogen.
Dekorativer Beetschmuck
Mehl-Salbei ist genau so wie der einjährige Buntschopf-Salbei (Salvia viridis) ein schöner Kombinationspartner für Sommerblumen wie z.B. Zinnien, Schmuckkörbchen (Cosmos), Ziertabak (Nicotiana) aber auch für Stauden wie Schafgarben (Achillea), Sonnenhut (Rudbeckia) und Flammenblume (Phlox paniculata) oder für niedere Rosensorten.
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Autor: Bettina Bayer-Grilz Rubrik: Garten & Balkon Stichworte: Sommer, Kräuter, Gewürze, essbar |
