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Essays


Essay 20.04.11

Schlemmerbalkon: Naschen muß nicht Sünde sein

Die süßesten Früchte schmecken dir und mir genauso …

... besonders dann, wenn sie auf dem Balkon oder der Terrasse gedeihen und gleich zur Hand sind. Immer beliebter wird der kleine, feine, selbstgestaltete Bereich, direkt vor dem Wohnzimmer. Auch wenn nur ein kleiner Platz vorhanden ist, gibt es keinen Grund auf selbstgezogenes Gemüse, Obst oder Gewürze zu verzichten.
In großzügigen Gefäßen gepflanzt,  mit nährstoffreicher Erde und regelmäßiger Wassergabe versorgt, sind eine Vielzahl an Balkongästen herzlich willkommen.

An einem gemütlichen Plätzchen inmitten einer Sortenvielfalt, Farbenpracht und aromatischen Düften lass ich mich zur Ruhe kommen. Reichhaltige Nährstoffe und Vitamine frisch von meinen Lieblingen gepflückt, direkt in den Mund, geben mir den täglichen „Frischekick“ für einen wundervollen und genussvollen Tag.

Tomaten, Paprika, Gemüsepflanzen oder Radieschen ausgesät, in hellen Terracotta-Gefäßen, erfeuen sich der warmen Sonnenstrahlen. Von luftiger Höhe herabhängend, mit duftigem, süßlichen Geschmack, wachsen die gereiften Erdbeeren direkt in meinen Mund.
Aromatische Düfte von Lavendel, Rosmarin, und Minze durchströmen meine Sinne und lassen Urlaubsstimmung aufkommen. Ein zartlilia Blütenteppich des Thymians versprüht Leichtigkeit und Sommerfreude.
Einjähriger Basilikum unterstreicht meine Kochkünste, beim Zubereiten feiner Sommergerichte. Zur Jausenzeit für die Kleinen, wird Schnittlauch auf das Butterbrot gestreut.

Grün- oder rotlaubiger Pflücksalat mit seinen verspielten Blattstrukturen, in Trögen oder größeren Balkonkästen gepflanzt, lockern das Bild auf Balkonien auf. Um leckere Salatkreationen zu vervollständigen, lasse ich eine orangeblütige Kapuzienerkresse aus einer Hängeampel wuchern.

An Wänden oder Spalieren, ein Genuss für Groß und Klein, wachsen Weinreben, Brombeeren oder Feuerbohnen gen den Himmel. Mit Heidelbeeren, Ribisel oder Stachelbeeren in Strauch oder Bäumchenform wird der Vitaminbedarf den ganzen Sommer über abgedeckt.

Stramme Zwergobstsorten, wie Apfel- oder Pfirsichbäumchen in Säulenform oder auf Spalier gezogen, lassen mich einen reichhaltigen, frischen Obstsalat zubereiten und runden das Angebot in meinem kleinen Naschgarten ab.

Kann dabei Naschen Sünde sein…??? Nein!

Tipps zur Pflege:

  • Helle Gefäße wählen, um die Pflanzen vor Überhitzung zu schützen.
  • Terracottafarbene Gefäße aus Kunststoff wirken genauso edel wie echtes Terracotta, sind leichter zu tragen und schützen auch vor Frostschäden  
  • Achten Sie auf regelmäßige Wasserversorgung, besonders in den heißen Sommermonaten.
  • Bereits beim Einpflanzen verwendet man am Besten einen Langzeitdünger, der in das Substrat eingemischt wird. Zum Düngen über den Sommermonaten bietet sich ein BIO-Dünger an.
  • Immergrüne, winterharte Pflanzen, an frostfreien Tagen im Winter, mit lauwarmen Wasser gießen.
  • Frostempfindliche Kübelpflanzen, wie Zitruspflanzen oder Rosmarin in kühlen Räumen überwintern.
  • Die winterharten Pflanzen werden Topf an Topf gestellt, mit Winterschutz aus Vlies, Schilfmatten oder Jutte abgedeckt und auf dem Balkon überwintert.

 

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Autor: Lucia Böck
Rubrik: Garten & Balkon
Stichworte: Naschbalkon, Schlemmerbalkon
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