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Essays


Essay 10.08.11

Urlaub für Immer!

Am Urlaubsort füllte ich Sand in leere Wasserflaschen, packte große und kleine Muscheln ein und wundere mich jetzt am Flughafen dass  mein Gepäck wieder um einige Kilos schwerer ist, als es beim Abflug war.

Sandbild
Zu Hause angekommen kaufe ich zwei Glasbildträger und streiche die Rückwand, also die Kork- oder Holzplatte mit herkömmlichen Serviettenkleber an. Darauf streue ich nun den mitgebrachten Sand. Anfangs den herkömmlichen, ockerfarbenen. In eine Ecke kommt schwarzer Sand, den ich an einem Basaltsandstrand einsammelte. Unterschiedliche Brauntöne ergeben ein harmonisches Gesamtbild. Mit einem grobzahnigen Kamm streiche ich Linienmuster in die Sandlandschaft, mit einer alten Stricknadel meiner Großmutter steche ich Punkte in den Sand. Auf dieses Sandbild – der Glasbildträger ist nun komplett mit Sand ausgefüllt – setze ich zu guter Letzt noch Muscheln. Im unteren Drittel zwei große, angrenzend in einem Bogen immer kleiner werdende. Auf die oberen zwei Drittel lege ich kleine Muscheln und auf den schwarzen Sand einige weiße Wasserschneckenhäuser. Jedes Strandgut kann verwendet werden: Krebspanzer, Seepockengehäuse oder Korallenstückchen. Beachten Sie jedoch die oft strengen Einfuhrbestimmungen aus den Urlaubsdestinationen.
Ich betrachte das Bild und sehe im rechten oberen Eck noch einen leeren Fleck. Dort schreibe ich mit andersfarbigem Sand den Namen meines Urlaubsortes, so kann ich noch heute von den vergangenen Eindrücken zehren.
Das fertige Sandbild lege ich samt den Muscheln für zwei oder drei Tage an einen sonnigen Ort, dort kann der Serviettenkleber gut trocknen. Überschüssigen Sand werde ich nach den zwei Tagen wegpusten. Die Muscheln werden ebenfalls durch den Serviettenkleber am Bild kleben bleiben.

Morgendliches Urlaubsfeeling
Wenn ich morgens aufstehe, an meinen schon fertigen Sandbildern vorbeigehe und tief einatme, so glaube ich eine Prise Meeresduft an den Nasenwänden zu spüren – das ist Urlaub für immer!

Meereszauber
Wenn ich im Sommer schon allzu lange zu Hause bin und mich nach dem Meer sehne, so gestalte ich mir meinen persönlichen Meereszauber. Dazu benötige ich zwei Palmenblätter, ich nehme Sie immer von meiner Phoenix-Palme, die im Wintergarten steht, es sind jedoch langlebigere Kunstpalmenblätter im Angebot. Diese Blätter lege ich auf einen großen, runden Glasteller, darauf drapiere ich zwei bis drei – im Idealfall – noch grüne Bambusstäbe. Ich lege sie leicht überkreuzt auf den Teller, so dass sie über den Glasrand hinaus stehen. Auf den Kreuzungspunkt klebe ich mit der Heißklebepistole einen grünen Steckschwamm. Diesen hielt ich vorher in einen Kübel Wasser – so lange bis keine Bläschen mehr aufsteigen, dann ist er voll gesogen. Den Steckschwamm bedecke ich mit grünen Moosen, zum Abschluss stecke ich drei weiße Rosenblüten hinein, am Teller verteile ich Schneckenhäuser, Flechten und einige Fäden Naturbast, sowie blaues Sisal.
Die Grün-, Blau- und Türkistöne erinnern mich gemeinsam mit den Palmenblättern an das Meer, so zaubere ich meine persönliche Prise Meeresduft in den hiesigen Bauerngarten.

 

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Autor: Johanna Jeitler
Rubrik: Dekoration, Allgemeines
Stichworte: Basteln, Deko, selbermachen, Urlabusstimmung, maritim
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