Ohne Schmetterlinge keine Blumen - und umgekehrt

Wir wollen sie tanzen sehen!

 

Mit den ersten Sonnenstrahlen ziehen auch wieder die Schmetterlinge in unsere Gärten. Wenn sie von Blüte zu Blüte flattern, sieht das nicht nur zauberhaft aus, sie erfüllen damit auch eine lebenswichtige Aufgabe: denn Schmetterlinge sind wichtige Bestäuber.

Schmetterlingsbroschüre

Zitronenfalter, Tagpfauenauge, Admiral und Kleine Nonne – das sind Schmetterlingsnamen, die viele von uns kennen. Aber es gibt noch viel mehr. 4000 Arten haben Schmetterlingskenner allein in Österreich gezählt, aber nur 200 sind tagaktiv. Die überwiegende Zahl dieser flatterhaften Gartenfreunde kommt erst bei Dunkelheit aus ihren Verstecken. Deshalb ist uns bisher wohl auch nicht aufgefallen, dass ihre Zahl in der jüngsten Vergangenheit deutlich zurückgegangen ist. Rund die Hälfte der Schmetterlingsarten steht schon auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere. Dafür gibt es zwei wichtige Ursachen: Da ist zum einem die industrialisierte Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und zum anderen der enorme Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden. Experten der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 haben ausgerechnet, dass allein in österreichischen Hausgärten Jahr für Jahr rund 200 Tonnen an Pestiziden versprüht werden. Das entspricht einer Menge von 50 vollgeladenen LKW. Wenn wir dem entgegensetzen, welche kleinen Mengen Nahrung so eine Kleine Nonne aufnimmt, können wir die weitreichenden Auswirkungen auf die Population der bunten Falter erahnen.
Genau aus diesem Grund werden Sie solche Mittel bei bellaflora auch nicht finden. Alles Pflanzenschutzmittel, die Sie bei bellaflora kaufen, sind ökologisch und naturnah.

Naturoasen für Schmetterlinge

Als Gartenfreunde haben wir die Möglichkeit, Schmetterlingen kleine oder auch größere gesicherte Lebensräume zu schaffen. Der Weg dorthin ist sehr einfach: Den ersten Schritt setzen wir mit der Entscheidung für schmetterlingsfreundlichen Pflanzen den zweiten mit ökologischen Düngern und den dritten naturnahe Pflanzenstärkungs- und Pflanzenschutzmittel,mit. Das geht in jedem Garten, auf jedem Balkon und auf jeder Dachterrasse. Sogar ein blühender Fenstersims kann für einen Schornsteinfeger schon ein hübscher Rastplatz auf dem Weg zur nächsten Naturoase sein. Beobachten Sie einmal in Ruhe, wie bald diese hübschen Flieger ihre neuen Plätze besiedeln.
Übrigens: Sie können Schmetterlinge ohne schlechtes Gesissen sehr vorsichtig berühren. Dass sie danach nicht mehr fliegen könnten, haben unsere Großmütter nur erfunden, um die tanzenden Zauberer vor zu groben Kinderhänden zu schützen.


Erhalten wir Schutzflächen

Weil Schmetterlinge keine Interessenvertretung haben (wie die Imker für die Bienen) haben bellaflora und GLOBAL 2000 jetzt eine gegründet. Den ganzen Frühsommer über werden wir gemeinsam auf die Bedrohung der Schmetterlinge hinweisen und auch informieren, wie wir ihr gemeinsam entgegenwirken können. Helfen Sie mit und lassen Sie uns viele, viele Überlebensinseln für unsere flatterhaften Freunde schaffen.

So schützen Sie Schmetterlinge in Ihrem Garten:

  • Pflanzen Sie Nahrung für die Raupen der Schmetterlinge wie Brombeeren, Fenchel, Fetthennen, Flox oder Wiche und für die Falter selbst: Blaukissen, Disteln, Lavendel, Herbstastern oder den Sommerflieder.
  • Verwenden Sie Kulturschutznetze in Gemüsebeeten statt Pflanzenschutzmittel.
  • Vermeiden Sie Ameisenköder, Wespensprays, Gelsenstecker und Pflanzenschutz-Stäbchen – die darin enthaltenen Gifte werden von der Pflanze aufgenommen und kommen bis in die Blüte.
  • Minimieren Sie die Gartenbeleuchtung in der Nacht: Sie zieht Falter an, die sich dann nicht mehr auf die Nahrungssuche konzentrieren können, leichte Beute von Fressfeinden werden oder durch die Hitze des Lichts verbrennen.
  • Auch wenn Sie einen schönen Rasen lieben, lassen Sie vielleicht da und dort kleine Inseln bestehen. Bei großen Gärten gibt es vielleicht Flächen, die nur ein- oder zweimal im Jahr gemäht werden müssen und ansonsten der Natur überlassen werden.
  • Dulden Sie auch Schädlinge im Garten. Sie sind Nahrung für Schmetterlinge, Käfer und andere Nützlinge und locken sie deshalb auch an. Ohne menschliche Eingriffe stellt sich meist sehr schnell ein Gleichgewicht ein.