Des Gärtners schwarzes Gold: Der Kompost

Des Gärtners schwarzes Gold: Der Kompost

Jetzt im Herbst werden wir dazu verleitet wieder weniger im Garten zu arbeiten. Die Zeit des Unkraut jätens ist vorüber, viele haben bereits umgestochen und vielleicht eine Herbstaussaat an Kräutern getätigt und Zwiebeln gelegt.
Aber auf eines wird gerne vergessen: auf die Bodenvorbereitung!

Die optimale Bodenvorbereitung

Die Mehrzahl der Gartenexperten sehen eine Kompostgabe im Herbst vor. So hat der Boden während des Winters Zeit, die Nährstoffe aufzunehmen und zu verarbeiten.
Der Boden des Gemüsegartens wird in den Herbstmonaten, nach der Erntezeit grob umgestochen, hierzu wird ein Spaten mit Edelstahlblatt verwendet. Im Anschluss kann Kompost auf der Bodenoberfläche ausgebracht werden, dieser wird mit einem Eisenrechen seicht eingearbeitet.

Manche Fachleute hinterfragen jedoch diese Methode, da sie der Meinung sind, dass das organische Material Kompost für den Boden sofort verfügbar ist und daher erst im Frühjahr ausgebracht werden soll, wenn wieder Pflanzen wachsen.
In meinem Garten liegt bereits eine Schicht Kompost am umgestochenen Boden, denn ich bin der Ansicht, dass Jungpflanzen im Frühjahr nicht überdüngt werden sollen.

Die Kompostanlage im eigenen Garten
Der ideale Platz für den Komposthaufen liegt auf einem halbschattigen bis schattigen Plätzchen in Ihrem Garten. Der Haufen sollte mindestens 1,5 m breit und 1 Meter hoch sein, die Länge ist von der Menge Ihrer Bio-Abfälle abhängig.
Der Herbst ist der perfekte Start für Ihren Kompost. Bestimmt haben Sie bereits einige Äste Totholz und Laub, bringen Sie diese Schichtweise aus, für den Start sollten etwa 5 % des gesamten Komposthaufens aus altem Kompost bestehen, so ist die weitere Erdproduktion sichergestellt. Sonst sollte der aufgesetzte Kompost nach 2 bis 3 Tagen aufgelockert werden.

Außerdem sollten 10 kg Urgesteinsmehl pro m³ Kompost ausgebracht werden und idealerweise wird etwas Algenkalk dazugemischt. Besonders Eilige verwenden noch einen Kompostbeschleuniger, dieser ist auf Basis natürlicher Wirkstoffe und beschleunigt die Verrottung.

Schwarzes Gold aus Ihren Bio-Abfällen
Was darf eigentlich alles auf den Kompost? Alle biologischen ungekochten Küchenabfälle, davon ausgenommen ist Fleisch. Beispiele sind Obst- und Gemüseschalen, sowie Kaffee- und Teesatz. Rasenschnitt sollte nur in dünnen Schichten eingearbeitet werden, da er ansonsten fault. Lassen Sie Wurzelunkräuter wie Schachtelhalm, Giersch oder Ackerwinde trocknen, bevor Sie sie auf den Kompost geben. Überreife, nicht mehr für den Verzehr geeignete Gemüsereste dürfen ebenso am Kompost landen.  Damit der Kompost locker bleibt, sollten immer wieder gehäckselte Hölzer dazugeworfen werden, diese verleihen Struktur. Kranke oder von Schädlingen befallene Pflanzen, egal ob aus Haus oder dem Garten nicht kompostieren, sondern optimaler Weise in die Bio-Tonne oder in den Restmüll geben. Tierische Schädlinge wie Läuse, rote Spinne, Thripse oder Fliegenmaden sterben im Kompost nur unter sehr hohen Temperaturen vollständig. Ebenso Pilze und ihre Sporen (echter und falscher Mehltau, Rost, Sternrußtau, uvm.) werden bei der Kompostierung im Hausgarten nicht vollständig zerstört.

Wann ist der Kompost reif?
Kompost kann verwendet werden, wenn die am Grund entstandene Erde eine sehr dunkle Farbe aufweist und im Geruch an Walderde erinnert.
Ist es bei Ihrem Kompost schon so weit? Dann ab in den Garten und Erde einarbeiten!

Wissenswertes

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