Effektive Mikroorganismen - Kleine Helfer ganz groß!

Das rasante Wachstum der Pflanzen im Frühling braucht viel Kraft. Effektive Mikroorganismen unterstützen das Ausbilden starker Wurzeln, das Entwickeln neuer Blätter und prächtiger Blüten – und obendrauf stärken sie die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge.


Mikroorganismen sind winzig kleine Lebewesen, die unsere Erde bevölkern. Sie befinden sich in uns Menschen, in Tieren, im Erdreich, in der Pflanzenwelt und in Gewässern. Wie sie sich für den privaten Garten am besten nützen lassen, hat der Japaner Teruo Higa, Professor für Gartenbau, in den 1980er-Jahren herausgefunden. Er hat unterschiedliche Mikroorganismen für spezielle Anwendungen kombiniert. Heute können Gartenfreunde bei bellaflora auf fertige Mischungen Effektiver Mikroorganismen (EM) zugreifen und sich dieses fernöstliche Wissen zu Nutze machen.
So klein Effektive Mikroorganismen auch sind, ihre Wirkung ist schon nach kurzer Zeit und wenigen Anwendungen überdeutlich zu sehen. Pflanzen, die mit EM versorgt werden, wachsen kräftig, blühen prächtig, ihre Früchte sind schön und gesund. Bringt man EM gleich jetzt im Frühling ins Beet, schaffen die kleinen Tausendsassas die beste Grundlage für ein schönes Gartenjahr.

7 Tipps, wie Sie mit Effektiven Mikroorganismen (EM) Garten und Zimmerpflanzen beleben

1. Bestäuben Sie das Saatgut mit EM
Manche effektiven Mikroorganismen kommen in Form von Keramikpulver. Bestäubt man das Saatgut damit, wirkt sich das positiv auf die Keimkraft aus. Frische Samentütchen werden am besten gleich geöffnet und die Samenkörner bestreut. Große Samen wie Erbsen und Bohnen weicht man zuerst für ca. 30 Minuten in Wasser ein und bestäubt sie erst anschließend mit EM-Keramikpulver. Samen mit langer Keimzeit wie Karotten oder Petersilie reibt man vorsichtig zwischen den Handflächen, bis sie duften, bestreut sie dann mit EM-Keramikpulver und sät sie sofort aus.

2. Blumenkistchen mit EM vorbereiten
Wer lieber gleich fertige Pflänzchen ins Blumenkistchen oder in den Topf setzt, füllt sie mit einer Mischung aus guter Erde und Bokashi, ein Kompost mit EM. Die Blumenerde – am besten torffreie Blumenerde – mit Bio Bokashi abmischen, in das Kistchen oder den Topf mischen und die Pflanzen einsetzen. Die fertig gesetzten Pflanzen mit einer Mischung aus Wasser und EM so angießen, dass die gesamte Erde gut befeuchtet ist. So können die zarten Wurzeln die Nährstoffe des Bokashi umso besser aufnehmen.

3. EM in Blumen- und Gemüsebeete
Wenn die Sonne die Erde auf 5 °C erwärmt hat, ist der ideale Zeitpunkt, um den Boden vorzubereiten. Ist noch nicht gepflanzt, kann man mit hohen Dosierungen von EM arbeiten – bis zu 200 ml EM-Aktivlösung in 10 Liter Wasser gelöst verträgt der Boden gut. Sind schon Pflanzen gesetzt, reicht eine verdünnte, wöchentliche Zugabe.

4. Frühlingsschnitt an Bäumen mit EM versorgen

Das Schneiden von Bäumen hinterlässt mitunter große Wunden. Um sie vor Parasiten und Pilzbefall zu schützen, bestreicht man sie mit einem Baumanstrich, der effektive Mikroorganismen enthält. Zusätzlich kann man rund um den Baum kleine Löcher graben und Keramikpulver einfüllen. Wenn man dann den Baum auch noch einmal im Monat mit EM-Aktivlösung gießt, sind die besten Bedingungen für gesundes Wachstum gegeben.

5. EM für den Rasen
Jetzt im Frühjahr braucht der Rasen neues Leben. Deshalb am besten gleich nach dem ersten Schnitt Bokashi und EM-Keramikpulver vermischen und gleichmäßig am Rasen verteilen. Ist der Rasen nach dem Winter fleckig, hilft es, die betroffenen Stellen mehrmals im Abstand von 14 Tagen mit einer EM-Sprühlösung zu behandeln. Für die regelmäßige Rasenpflege sprüht man immer wieder mal eine verdünnte EM-Aktivlösung auf.

6. EM-Helfer für den Teich
Im Frühling muss der Teich zuerst einmal gereinigt werden. Besonders wichtig ist das Entfernen von Laubresten und organischen Bestandteilen, die im Wasser faulen könnten. Sind auch die Teichpflanzen zurückgeschnitten, kann man den Pflanzenbereich mit EM-Keramikpulver stärken. Auch für die Klarheit des Wassers und die Verhinderung der Algenbildung stehen EM-Mischungen zur Verfügung. Regelmäßige Anwendung im Abstand von vier bis sechs Wochen hält das Wasser des Teichs frisch und hilft den reinigenden Pflanzen beim Wachstum.

7. Zimmerpflanzen beleben
Für kräftige Zimmerpflanzen fügt man EM dem Gießwasser zu. Dieses Gießwasser immer gleich verwenden, denn gleich nach der Vermischung sind die EM am aktivsten. Zusätzlich kann man EM in die Sprühflasche geben und so die Widerstandskraft der Blätter unterstützen.


Dünger brauchen die Pflanzen trotzdem
Effektive Mikroorganismen sind in der Lage, das Erdsubstrat zu beleben und Pflanzen zu stärken, aber sie selbst bieten keine Nahrung. Deshalb ersetzen sie den Dünger auch nicht, sondern machen ihn nur leichter nutzbar für die Pflanzen, sodass man weniger davon benötigt. Zum Düngen bieten sich Bokashi und Kompost an, die es bereits abgepackt in Säcken zu kaufen gibt, oder organische Dünger – flüssig oder in Pulverform. Damit all diese natürlichen Helfer für die Pflanzen auch wirklich wirksam sein können, lohnt es sich, auf die richtige Dosierung zu achten. Das Gute am ökologischen Garteln ist, dass eine Überdosierung auf keinen Fall schaden kann. Die Pflanzen nehmen ohnehin nur so viele Nährstoffe davon auf, wie sie brauchen. Der Rest bleibt im Erdreich und wartet auf seine spätere Verwendung.

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