Brombeeren

Brombeeren

Brombeeren (Beerengehölze) sollten je nach Wetterlage und Wachstumsbedingungen im Herbst, ab Mitte Oktober bis in den Frühling (Ende März) gepflanzt werden. 
Die Brombeeren bevorzugen einen kalkfreien, gut entwässerten, die Feuchtigkeit jedoch zurückhaltenden Boden. 
Brombeeren sind selbstfruchtend (=einhäusig) und es gibt auch dornenlose Sorten. Die Brombeeren reifen meistens im August. Der Pflanzenabstand sollte 2,5 – 4 m (je nach Sorten) betragen. Unmittelbar nach dem Einpflanzen schneiden Sie die Triebe auf ca. 30 – 40 cm zurück. 

Kultur und Erziehung der Brombeerpflanzen
Die Ranken sollten an Pfählen oder Drähten gezogen werden, sodass die Jungranken weit genug von den zweijährigen, fruchttragenden Ranken entfernt wachsen können. Dadurch kann ein Krankheitsbefall weitgehend verhindert werden.

  • Der Pfahl sollte 2,5 – 3 m lang sein, und einen Durchmesser von mind. 10 cm haben. Schlagen Sie ihn so weit in den Boden, dass er noch etwas mehr als 2 m aus dem Boden ragt. Die Trageranken werden dann am Pfahl hoch gezogen, während man die Jungranken seitlich locker zusammenbindet. 
  • Zur Erziehung an Drähten verwendet man einen starken, verzinkten Draht, der quer zwischen zwei Pfählen gespannt oder bis zu einer Höhe von ca. 2 m vor einer Wand gezogen und befestigt wird. Die Abstände zwischen den Drähten sollten 30 cm betragen. 


Bewässerung 
Ein zusätzliches Gießen ist nur bei Trockenheit im Sommer notwendig. Mulchen Sie die Brombeersträucher mit Kompost oder verrottetem Stallmist. 

Ausschneiden der alten Ranken
Wenn alle Brombeeren abgeerntet sind, schneiden Sie die abgetragenen Ranken in Bodenhöhe ab. Wenn Sie die Brombeersträucher an Pfählen erzogen haben, dann binden Sie die Jungtriebe des laufenden Jahres los und befestigen Sie diese anstelle der alten, abgeschnittenen Ranken. 

Wußten Sie eigentlich …
… daß die meisten Tiere Vitamin C selbst in der Leber aus Zucker herstellen können. Die Vorfahren von uns Menschen, aber auch jene von Fledermäusen, Meerschweinchen, Affen, einigen Vogelarten, Fischen und Insekten verlernten das in grauer Vorzeit. Dieser Gen-Defekt endete für sie nicht tödlich, da ihre Nahrung den lebenswichtigen Stoff lieferte. In unseren Breiten trugen Brombeeren einen wichtigen Teil dazu bei! Und das, obwohl diese Obstart (wie Trauben, Kirschen oder Zwetschgen) einen eher hinteren Platz auf der Vitamin-C-Rangliste belegt. Aber, wie Sie sicher auch selbst wissen, schmecken frische Brombeeren einfach tausendmal besser als z. B. rohe Hagebutten, die vielmehr Vitamin-C hätten.