Gemüse haltbar machen - Vitaminbomben für den Winter

Gemüse haltbar machen - Vitaminbomben für den Winter

Selbstgeerntetes kommt am Besten frisch auf den Tisch. Knackige Salate und sonnenreife Tomaten, süße Melonen und herzhafte Kräuter sind der verdiente Lohn fürs säen, pflanzen und pflegen. Den vollen Genuss bekommt freilich nur, wer auch bei der Ernte weiß, worauf es ankommt. Doch oft ist es einfach zuviel des Guten – man weiß nicht mehr wohin mit dem vielen Gemüse. Was tun damit?

Vollreif schmeckt's am besser
Der optimale Geschmack von Gartenfrüchten ist kein Naturereignis, das sich von selbst ergibt. Vielmehr wirken mehrere Faktoren zusammen. Jedes Gemüse hat seine Reifezeit. Bei unreifen Früchten fehlen noch viele Geschmackskomponenten, Überreifes wird schon abgebaut und kann sogar widerlich schmecken. 

Tipps zur Ernte

  • Die beste Erntezeit ist bei den meisten Gemüsearten am Abend. Vollgetankt mit Sonne haben sich dann die Vitamin- und Aromagehalte erhöht, der schädliche Nitratgehalt befindet sich jedoch nach der Assimilationstätigkeit des Tages auf einem niedrigen Stand. 
  • Geerntetes Gemüse immer kühl aufbewahren, vor Sonnenlicht schützen und bald verbrauchen. Nur so sichert man sich den optimalen Wirkstoffgehalt.

 

Wie hält man Gemüse frisch?

Damit Gemüse lange frisch bleibt, sollte es so schnell wie möglich kühl gelagert werden. Ob befeuchtet wie Salat oder trocken wie Kohl, hängt von der Gemüseart ab. Ein Plastiksack schränkt die Verdunstung ein. So verpackt, können Chinakohl, Zuckerhut, Radicchio und Eissalat Wochen im Gemüsefach des Kühlschrankes aufbewahrt werden. Steht ein kühler Keller zur Verfügung, können Sie Karotten, Rettiche, Schwarzwurzeln, Rüben & Co. in feuchtem Sand in eine Kiste geschichtet bis zum Frühling frisch halten. Kartoffeln und Rote Rohnen werden trocken auf Haufen geschüttet.

 

Eine einfache Methode um das Salatgemüse vor dem Austrocknen und Verfaulen zu schützen, ist gesunden Chinakohl- und Endivien-Köpfe in Zeitungspapier zu rollen. Diese werden aufrecht dicht an dicht in Kisten gestellt. So stehen sie bei kühlen Temperaturen monatelang zum Verzehr bereit. 

 

Fruchtgemüse

  • Auberginen: entwickeln erst beim anbraten in heißem Fett den aromatischen, typischen Geschmack. In Scheiben oder Stücke geschnitten und paniert. Sie können auch sauer eingelegt werden.
  • Buschbohnen, Stangenbohnen putzen, blanchieren und einfrieren
  • Erbsen schmecken frisch gepflückt, gekocht und tief gefroren
  • Gurken – Einlegegurken sauer einlegen
  • Winterkürbisse bis in den Herbst reifen lassen und dann kühl und trocken lagern.
  • Zucker- Süßmais: die Körner vom Kolben mit einem Messer vorsichtig trennen – blanchieren – in kaltem Wasser abschrecken und dann einfrieren.
  • Paprika / Gewürzpaprika kann man sauer einlegen oder trocken verwenden.
  • Tomaten – können als Sugo (Tomatensoße) eingerext werden.
  • Brokkoli / Sprossenkohl kann man einfrieren.

 

Blattgemüse

  • Alle Kopfkohle sind eine gewisse Zeit an kühler Stelle lagerfähig (Kühlschrank, Keller). Nur gesunde Köpfe lohnen die Aufbewahrung.
  • Blaukraut – fertig dünsten und einfrieren.
  • Weißkraut lässt sich an kühler Stelle bis in den Frühling lagern. Spätkraut kann für Sauerkraut verwendet werden.

 

Wurzelgemüse

  • Kren: bei den dicken „Stangen“ die Seitenwurzeln entfernen – dann in feuchtem Sand im Keller einschlagen.
  • Karotten lassen sich in feuchtem Sand im Keller oder in Plastiksäcken im Kühlschrank aufbewahren.
  • Knoblauch bei schönem Wetter ausgraben – an einer geschützten Stelle luftig nachtrocknen.
  • Kohlrabi eignet sich sehr gut zum einfrieren.
  • Sellerie – die Knollen lassen sich in Kisten kühl 2 – 3 Monate aufbewahren.

Wissenswertes