Oliven – Ein Geschenk der Göttin Athene

Oliven – Ein Geschenk der Göttin Athene

Der Sage nach wurde der Olivenbaum von der Göttin Athene den alten Griechen geschenkt. Vermutlich wuchs er im levantinischen Raum schon in der Steinzeit und bereits im 4. Jahrtausend vor Christus kannten ihn die Kreter.

Der Olivenbaum stand damit an der Wiege der abendländischen Zivilisation, er ermöglichte es erstmals, tierische Fette durch pflanzliche zu ersetzen. Von Attika und dem Peloponnes wurde der Olivenbaum zuerst nach Rom und von dort in die entlegensten Ecken des römischen Weltreiches. Durch römische Legionäre gelangte das Olivenöl nach Portugal und Spanien. Diese beiden Länder halten heute den größten Anteil an der Welt – Olivenölerzeugung (mit rund 250 Millionen Olivenbäumen). Alleine auf der iberischen Halbinsel werden 60 verschiedene Olivensorten kultiviert.


Eine Frage des Geschmacks

Olivenöl wird von geschulten Gaumen nach Farbe – Geschmack  und Abgang fachmännisch verkostet und bewertet. Die Olivenfarbe hängt davon ab, wie lange sie am Baum hängen – grüne Oliven werden ab Oktober – schwarze Oliven ab Dezember geerntet.

Grüne Oliven werden unreif gepflückt und vor dem einlegen in Salzlake mit Lake behandelt. Durch dieses Verfahren, wird der Bitterstoffgehalt reduziert und andererseits die Konsistenz des Fruchtfleisches verbessert.

Schwarze Oliven werden reif geerntet. In Griechenland werden sie ohne Laugenbehandlung eingesalzen oder einer Milchsäuregärung unterzogen, dadurch wird ein besonders intensiver Geschmack erzielt.

Eingelegte Oliven sind eine beliebte Dekoration zu kalten Speisen, besonders aber zu pikanten Saucen. Der Geschmack von Oliven lässt sich durch fein hacken und übergießen mit Olivenöl verstärken. 

Zu warmen Speisen werden Oliven fast nur in der Küche der Mittelmeerländer verwendet.


Alleskönner

Olivenöl gilt traditionell als sehr gesunder Beitrag zur Ernährung. Extra natives Olivenöl beinhaltet geringe Dosen eines natürlichen nicht-selektiven Cyclooxygenase-Hemmer namens Oleocanthal, der eine entzündungshemmende Wirkung besitzt. 

In der Liturgie der katholischen und orthodoxen Kirche wird geweihtes Olivenöl (teilweise mit Balsam vermischt, siehe Chrisam) bei der Taufe, Firmung, Priesterweihe, Krankensalbung sowie bei Bestattungen verwendet.

Olivenöl ist jedoch auch für die Herstellung von Körperpflegeprodukten bekannt. Es findet in Duschgels, Handpflegecremen, Gesichtscremen, Seifen, Hautcremen und Gesichtsmasken Verwendung. 


Mein eigener Olivenbaum

Da ein Olivenbaum Frost nur kurzzeitig bis etwa -10 Grad C verträgt (junge Pflanzen noch wesentlich weniger) kann man Olivenbäume bei uns nur als meist bescheidene Bäumchen als Kübelpflanze im Kalthaus überwintern.

In der Blüte bekommt er im Sommer kleine weiße duftende Blüten in Rispen. Obwohl einige Sorten selbstfruchtbar (selbstfertil) sind, ist normalerweise zur Bestäubung eine Pflanze einer anderen Sorte in der Nähe erforderlich (Fremdbestäubung, Fremdbefruchtung), damit sich ab einem Alter bzw. Standjahr von etwa 6 Jahren zuverlässig und in vernünftiger Menge die begehrten, erst grünen und zur Reifezeit schwarzen Oliven daraus entwickeln. Oliven benötigen jedoch einen langen heißen Sommer und reifen daher hierzulande nicht aus.

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