Spannende Weihnachtsbräuche in anderen Ländern

Weihnachten, festlich geschmückte Häuser und Straßen, Weihnachtsbäume. Gebräuche und Sitten werden in Österreich häufig in Familien weitergegeben. Strahlende Kinderaugen erfreuen beim Auspacken der Geschenke. Aber wie wird Weihnachten bei unseren Nachbar gefeiert? Schauen wir doch mal vorbei. Andere Länder – andere Sitten ...

Spannende Weihnachtsbräuche in anderen Ländern

Finnland: Joulukinkku – lecker

Ein Weihnachtsschinken mit Steckrüben und einer Mandel im süßen Reisbrei ist das traditionelle Weihnachtsgericht in Finnland – Joulukinkku wie es auf Finnisch heißt. Wer die Mandel findet, dem ist das Glück im nächsten Jahr garantiert.

Am 24. Dezember um 12:00 Uhr beginnt die besinnliche Zeit, mit der Verkündung des Weihnachtsfriedens in der Stadt Turku. Ein gemeinsamer Gang mit der Familie auf den Friedhof, um den Verstorbenen zu gedenken und am Fest teilhaben zu lassen ist genauso Tradition wie das gemeinsame Schwitzen in der Sauna vor dem Festtagsschmaus. Der Himmli, ein pyramidenförmige Mobile aus Strohhalmen, darf an der Decke nicht fehlen.

Frankreich: Gemeinsamer Weihnachtsschmaus

Der Reveillon, das Festtagsessen, ist der Höhepunkt am Weihnachtsabend. Nach der „Messe de Minuit“, der (katholischen) Weihnachtsmesse, bei der sich die Familie in der Kirche trifft, wird Zuhause oder im Restaurant das Reveillon eingenommen. Das gemeinsame Auspacken der Geschenke findet erst am 25. Dezember statt.

Das Elsass ist bekannt für seine schön geschmückten Weihnachtsbäume, in anderen Gebieten ist der geschmückte Mistelzweig und christliche Weihnachtskrippen Tradition.

 

Ungarn: Süße Verführungen am Weihnachtsbaum

Szaloncukor auch Salonzucker genannt, sind leckere Köstlichkeiten mit unterschiedlichen Füllungen von Marzipan, Schokolade oder Fruchtgeele, in farbenprächtigen Verpackungen. Sie schmücken den Weihnachtsbaum und sind eine schokoladige Versuchung.

Ein wichtiger Tag ist in Ungarn der 13. Dezember bei der Vorhersage von Liebesangelegenheiten: Der St. Luzientag. Hauptsächlich Mädchen schreiben 13 Namen von Jungen auf 13 Zettel. Jeden Tag wird einer dieser Zettel ungelesen weggeworfen. Die Spannung steigt am Weihnachtstag, wenn der letzte Zettel übrig ist. Auf diesem Zettel steht der Name des zukünftigen Mannes.

Italien: Sie genießen und können nicht genug bekommen

Das Land für jeden Weihnachtsfan: In Italien wird gleich viermal Weihnachten gefeiert. Der Santa Nicola läutet am 6. Dezember die Weihnachtszeit ein. Kleine Geschenke werden verteilt. Es folgt auch gleich der nächste bedeutende Tag, Santa Lucia, die Botin des Lichts wird am 13. Dezember geehrt. Die Süßspeise Torrone dei poveri wird an diesem Tag an die Bedürftigen verschenkt.

Der Heilige Abend ist der Höhepunkt und steht im Zeichen der Familie. Geschenke gibt es erst am 1. Weihnachtsfeiertag am frühen Morgen. Am 6. Januar kommt die gute Hexe La Befana nachts durch den Schornstein mit tollen Geschenken. Kinder die nicht artig waren, bekommen nur Kohlenstücke in ihre Schuh.

Wissenswertes