Schädlingsbekämpfung zum richtigen Zeitpunkt

Schädlingsbekämpfung zum richtigen Zeitpunkt

Nach einem milden Winter ist die Schädlingsbekämpfung ein aktuelles Thema. Jeder Gärtner und Bauer ist sich dessen bewusst, dass die richtige Pflanzgemeinschaft viel dazu beiträgt, Schädlinge von Anfang an abzuwehren. Heute nennt man das Mischkultur. 

 

Es ist ein ungeheurer Vorteil, wenn sich Pflanzen gegenseitig helfen können, sich vor Schädlingen zu schützen. 

  • Gegen Kohlweißlinge helfen Pfefferminze, Salbei, Tomaten, Thymian, Beifuß.
  • Gegen Blattläuse helfen Marienkäfer, Kapuzinerkresse, Brennnesselauszug.
  • Gegen Milben helfen Himbeeren.
  • Gegen Blattwespen hilft Rainfarn.
  • Gegen Erdflöhe helfen Holunderauszug, Wermut, Pfefferminze, Zwiebeln, Knoblauch, Salat.
  • Gegen Ameisen helfen Lavendel, Feldsalat, Rainfarn.
  • Gegen Mäuse helfen Kaiserkrone, Knoblauch, Steinklee, Hundszunge.
  • Gegen Mehltau helfen Basilikum, Schnittlauch, Knoblauch.
  • Gegen Möhrenfliege helfen Salbei, Zwiebeln.
  • Gegen Pilzkrankheiten helfen Zinnkraut, Schnittlauch.
  • Gegen Schimmel helfen Zwiebelgewächse.
  • Gegen Maulwürfe öffnen Sie bei zunehmenden Mond mit der Egge od. mit der Hand den Hügel und legen das Loch frei.

Achten Sie darauf, dass bei diesen „Gegenmitteln“ alle Kräuter bei zunehmenden Mond und alle Zwiebelgewächse bei abnehmenden Mond gepflanzt werden sollten. 


Einen Auszug herstellen:

 

Setzen Sie zwei Händevoll der jeweiligen Pflanze vor Vollmond in 10 Liter kaltem Wasser an. Lassen Sie den Auszug 24 Stunden ziehen und gießen Sie ihn dann unverdünnt in den Wurzelbereich rings um den Stamm der befallenen Pflanze. Auf keinen Fall gießen Sie auf den Stamm, den Stiel, die Halme, die Blätter oder die Blüten. Bei abnehmendem Mond lassen Sie den Auszug 48 Stunden lang ziehen. Werfen Sie den verbliebenen Auszug nicht weg, verdünnt gibt er noch tagelang einen guten Dünger.

Der richtige Zeitpunkt

  • Für alle Ungezieferbekämpfenden Maßnahmen ist der abnehmende Mond sehr gut geeignet
  • Ungeziefer, dass in der Erde wohnt, bekämpfen Sie am besten an Wurzeltagen (Stier, Jungfrau, Steinbock)
  • Oberirdische Schädlinge bekämpfen Sie am besten, wenn der Mond im Krebs, in den Zwillingen oder im Schützen steht.

Manchmal hilft nur ein radikaler Rückschnitt. Dieser sollte bei abnehmenden Mond im vierten Viertel oder direkt bei Neumond erfolgen. In den meisten Fällen erholt sich die Pflanze dann wieder sehr gut.

 

Bekämpfung von Schädlingen


Ein vernünftiger Umgang mit Schädlingen bedarf in erster Linie einer genauen Beobachtung. Nur wenn man den wahren Grund für den Schädlingsbefall erkennen kann, ist es möglich, richtig zu handeln. Sie brauchen dann die Schädlinge nicht mehr zu bekämpfen, sondern es wird Ihnen eine Lösung einfallen, die gar keine Schädlinge im Übermaß aufkommen lässt. Verschwenden Sie niemals durch Bekämpfung Energie, auch nicht im Garten!

 

Die Schneckenbekämpfung


Die Schneckenbekämpfung im Garten bildet eine Ausnahme: der richtige Zeitpunkt ist der zunehmende Mond, wenn er im Skorpion steht. Die Natur hat es so eingerichtet, dass der zunehmende Mond gerade dann im Skorpion steht, wenn die Schnecken im Frühling in Massen auftreten.


Sammeln Sie so viele Eierschalen wie möglich (nicht von gekochten Eiern). Zerkleinern Sie diese bei abnehmenden Mond (bei zunehmenden Mond zerkleinern die Schalen nicht bröselig und scharfkantig, sondern kleben an der Innenhaut zusammen), verteilen Sie die zerkleinerten Eierschalen bei zunehmenden Mond im Skoirpion um die zu schützenden Pflanzen. 

 

Zuvor müssen Sie jedoch die Schnecken, die bereits im Beet untergekrochen sind, aufsammeln. 

Die scharfen Kanten der Eierschalensplitter sind eine wirksame Abschreckung für die zarthäutigen Tiere. Der Mond muss beim Ausstreuen der Eierschalen unbedingt zunehmend sein. Bei abnehmenden Mond werden die Schalen sonst beim nächsten Regen in den Boden gespült. Bei zunehmenden Mond nimmt die Erde nicht so viel Feuchtigkeit auf, feste Stoffe bleiben auf der Oberfläche liegen. Nach einiger Zeit verschwinden die Schalen ohnehin im Boden. Das hat jedoch den nützlichen Effekt, dass der Boden kalkhaltiger wird und Säuren bindet. 


Der Igel ist ein natürlicher Feind der Schnecken, er frisst sie in großen Mengen. Aus diesem Grund, pflegen Sie die Igel in Ihrem Garten. Ein natürlicher Garten mit herbstlichen Laub- und Reisighaufen sind für jeden der stacheligen Kerlchen eine verlockende Sache. Den Reisighaufen tragen Sie am besten bei abnehmenden Mond zusammen, da er dann schön trocken bleibt. 

 

Das bedeutet nicht, dass die Regentropfen einen Umweg um den Haufen nehmen, sondern dass die Igelbehausung darunter trockener bleibt. Auch das zusammengerechnete Herbstlaub ist für den Igel wichtig, um den Winter schadlos überstehen zu können. Das Laub sollte ebenfalls bei abnehmenden Mond zusammengerecht werden. Achten Sie darauf, dass Sie die Arbeit an einem trockenen Zeichen (nicht bei Krebs, Skorpion oder Fisch) vornehmen. 
 

Wissenswertes