Einwinterungs-Tipps für Pflanzen

Einwinterungs-Tipps für Pflanzen

Nicht zu früh – und nicht zu spät. Das ist die Devise beim Einwintern der frosttoleranten Kübelpflanzen. Wenn die Temperaturen voraussichtlich konstant unter  +5°C bleiben, so ist der Zeitpunkt für die Einwinterung gekommen.

Einwintern im Detail
Folgende Utensilien sind empfehlenswert: 

  • Topfunterlage: Holz oder Styroporplatten (verhindert Anfrieren des Topfes)

  • Winterschutzprodukte: Stroh, Holzwolle, Wintervlies, Kokosfasermatten, Jute, Luftpolsterfolie, Weidenmatten


Die Pflanzen vor den ersten Frösten einfach (nicht doppelt oder dreifach) mit Winterschutzprodukten einwickeln und mit Schnur oder Bast befestigen. Pflanzen die in der Wintersonne stehen, sind besonders vor Kälteschäden gefährdet, speziell Bambus, Rosen, Kirschlorbeer und andere immergrüne Laub- und Nadelgehölze. Bei Immergrünen ist es meist ausreichend, den Topf und nicht die ganze Pflanze zu schützen.

  • „Je tiefer das Pflanzgefäß, desto höher die Winterhärte der Pflanze.“ Nur so hat die Pflanze ausreichend Wasser für den Winter, gießen Sie Ihre Pflanzen vor dem Einwintern noch einmal kräftig, achten Sie jedoch darauf, dass einige Tage nach dem Gießen kein Frost auftreten darf.

  • An Föhntagen das Winterschutzvlies von der Pflanze entfernen, da es sonst zu einem Wärmestau und Trockenstellen an der Pflanze kommen kann.

  • Im Gemüsegarten sollte der Feldsalat (Vogerlsalat) ab Oktober, je nach Witterungslage, mit einem Gartenvlies abgedeckt werden. So ist eine Ernte auch im Winter möglich.

  • Kohl, Sprossenkohl, Zuckerhut, Lauch und Spätkarotten sollten unbedingt während des Frosts noch im Garten bleiben, das Aroma und somit der Geschmack werden noch viel intensiver.

  • Wurzelgemüse wie Sellerie, rote Rüben (rote Ronen, rote Bete) oder Petersilienwurzeln so lange wie möglich im Boden belassen. Ausgereiftes Gemüse besitzt mehr Geschmack und wertvolle Vitamine. Temperaturen um den Gefrierpunkt gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit bieten die besten Lagerbedingungen.

  • Eingesäter Winterspinat mit Vlies abdecken, da dieser sonst häufig vertrocknet. So kann er im April bereits geerntet werden, da er im Winter unter dem Vlies wächst.

  • Der Kräutergarten sollte im Oktober größtenteils abgeerntet sein. Das Giessen einstellen, nicht winterharte Kräuter entfernen. Der allgemeine Rückschnitt hat Zeit – er kann auch erst im November erfolgen.

  • Nicht vergessen!!
    Nicht winterharte Knollengewächse wie Dahlien, Knollenbegonien oder Gladiolen aus der Erde nehmen und in trockenen, kühlen jedoch frostfreien Kellerräumen, überwintern.

  • Zum Herbstbeginn sollte man sich Gedanken machen, wohin mit den nicht winterharten Kübelpflanzen? Bei den meisten Kübelpflanzen sollte das Winterquartier hell und kühl, bei ca. + 5 bis + 10°C, sein. Beim einwintern die Pflanzen auf Schädlingsbefall kontrollieren und bei Bedarf die Schädlinge bekämpfen.

Wissenswertes