Zurück aus dem Urlaub? So pflegst du deinen Rasen jetzt richtig

Nach dem Urlaub wartet oft nicht nur der Koffer aufs Auspacken – auch der Garten braucht jetzt wieder etwas Aufmerksamkeit. Besonders der Rasen hat unter Hitze und längeren Trockenphasen oft gelitten. Statt einer dichten, grünen Fläche zeigen sich nicht selten hohe Grashalme, gelbliche Verfärbungen oder kahle Stellen.


Die gute Nachricht: Mit den passenden Pflegemaßnahmen kannst du deinen Rasen bei der Regeneration unterstützen. Ob gründliches Gießen, schonendes Mähen oder die gezielte Reparatur vertrockneter Stellen – wir zeigen dir Schritt für Schritt, welche Maßnahmen nach Hitze und Trockenheit sinnvoll sein können.

Rasen nach dem Sommer richtig einschätzen

Hand auf Rasen

Bevor du mit der Rasenpflege beginnst, lohnt sich ein genauer Blick auf den Zustand der Grünfläche. Denn nicht jeder Rasen benötigt nach dem Sommer die gleichen Maßnahmen. Während manche Flächen lediglich zu hoch gewachsen sind, haben andere unter anhaltender Hitze und Trockenheit gelitten oder weisen bereits kahle Stellen auf.

Prüfe daher zunächst, ob dein Rasen Anzeichen von Trockenheit zeigt, wie stark er gewachsen ist und ob sich gelbliche oder vertrocknete Bereiche gebildet haben. Auch die Temperaturen spielen eine wichtige Rolle: Herrschen weiterhin hochsommerliche Bedingungen mit über 30 °C, befinden sich viele Gräser in einer natürlichen Sommerruhe. In dieser Phase wachsen sie nur langsam und können Nährstoffe schlechter aufnehmen. Mit den passenden Pflegeschritten und dem richtigen Zeitpunkt unterstützt du deinen Rasen bei der Regeneration.

So erholt sich dein Rasen nach Urlaub und Hitze

Hat dein Rasen unter längerer Trockenheit, hohen Temperaturen oder einer urlaubsbedingten Pflegepause gelitten, kannst du ihn mit einigen gezielten Maßnahmen bei der Regeneration unterstützen. Entscheidend ist, die einzelnen Pflegeschritte auf den Zustand des Rasens und die aktuelle Witterung abzustimmen. Vom gründlichen Gießen über das schonende Mähen bis hin zur passenden Düngung – so gibst du deinem Rasen die Pflege, die er nach dem Sommer benötigt.

Ausgetrockneten Rasen gründlich gießen

Hat dein Rasen während des Urlaubs zu wenig Wasser bekommen und wirkt trocken oder ausgeblichen, solltest du möglichst direkt nach deiner Rückkehr zur Gießkanne oder zum Rasensprenger greifen. Eine gründliche Bewässerung füllt die Wasserreserven im Boden wieder auf und hilft, weitere Trockenschäden zu vermeiden.


Bei stark ausgetrockneten Flächen empfiehlt sich eine einmalige, durchdringende Bewässerung mit etwa 25 bis 30 Litern Wasser pro Quadratmeter. So kann das Wasser tiefer in den Boden gelangen und steht den Graswurzeln zur Verfügung.

Zu hohen Rasen schrittweise mähen

Rasen mähen

Ist dein Rasen während des Urlaubs deutlich in die Höhe gewachsen, solltest du ihn nicht auf einmal auf die gewünschte Schnitthöhe kürzen. Besonders bei warmem Sommerwetter ist es besser, die Halme schrittweise zurückzuschneiden.

Mähe den Rasen dafür in mehreren Etappen und lass zwischen den Mähgängen jeweils einige Tage vergehen. Als Faustregel gilt, pro Mähgang nicht mehr als etwa ein Drittel der Halmlänge zu entfernen. Ist der Rasen beispielsweise rund 10 cm hoch, kannst du ihn zunächst auf etwa 7 cm und beim nächsten Mähgang auf etwa 5 cm kürzen.

In den folgenden Wochen kannst du die Mähintervalle an das Wachstum des Rasens anpassen. Regelmäßiges Mähen unterstützt einen gleichmäßigen Wuchs. Achte dabei weiterhin auf die Ein-Drittel-Regel und vermeide einen zu starken Rückschnitt auf einmal.

💡 bellaTipp: Mähe deinen Rasen möglichst an einem bewölkten Tag oder am Vormittag.

Geschwächten Rasen zum richtigen Zeitpunkt düngen

Hat dein Rasen unter längerer Hitze und Trockenheit gelitten, solltest du mit dem Düngen zunächst etwas Geduld haben. Bei Temperaturen über 30 °C befinden sich viele Gräser in einer natürlichen Sommerruhe und können Nährstoffe nur eingeschränkt aufnehmen. Eine Düngung wäre in dieser Phase wenig wirksam und könnte den Rasen zusätzlich belasten.


Warte daher, bis die Temperaturen wieder sinken und der Rasen sichtbar weiterwächst. Mähe ihn vor dem Düngen um höchstens ein Drittel der Halmlänge und bringe den Dünger idealerweise am frühen Morgen, späten Abend oder an einem kühlen, bewölkten Tag aus.


Anschließend solltest du den Rasen entsprechend der Anwendungsempfehlung gründlich bewässern. Dadurch wird der Dünger eingewässert und das Risiko von Schäden durch konzentrierten Dünger auf trockenen Grashalmen reduziert.

Kahle und vertrocknete Rasenstellen reparieren

Nach einem heißen Sommer oder längeren Trockenphasen bleiben manchmal einzelne kahle oder vertrocknete Stellen zurück. Mit einer gezielten Nachsaat lassen sie sich meist schnell ausbessern. Wichtig ist, den Samen optimale Bedingungen für die Keimung zu schaffen und die Fläche in den ersten Wochen ausreichend feucht zu halten.

1. Fläche auflockern

Lockere die betroffenen Stellen vorsichtig mit einem Rechen oder einer Harke auf. So erhalten die Rasensamen direkten Bodenkontakt und können besser keimen. Das vertrocknete Gras musst du dabei nicht vollständig entfernen.

2. Rasensamen aussäen

Verteile den Rasenreparatur-Samen möglichst gleichmäßig auf den vorbereiteten Flächen und beachte dabei die empfohlene Aussaatmenge.

3. Mit Rasenerde abdecken

Decke die Samen entsprechend der Anwendungsempfehlung dünn mit Rasenerde ab. Die Abdeckung kann dazu beitragen, die Feuchtigkeit rund um das Saatgut länger zu halten und die Samen weniger frei an der Oberfläche liegen zu lassen.

4. Feucht halten

Halte die nachgesäten Stellen in den folgenden zwei Wochen gleichmäßig feucht. Regelmäßiges Gießen fördert die Keimung und hilft dem jungen Rasen, sich kräftig zu entwickeln.

Mit etwas Geduld und einer auf seinen Zustand abgestimmten Pflege kann sich dein Rasen nach Hitze und Trockenheit wieder regenerieren. Regelmäßiges Gießen, angepasstes Mähen und eine gezielte Nachsaat bei kahlen Stellen bereiten die Grünfläche auf die kommenden Wochen und den Herbst vor.