Gieß-Tipps für heiße Sommertage
Doch nicht nur die Wassermenge spielt eine Rolle. Auch der richtige Zeitpunkt, die Bodenbeschaffenheit und die individuellen Bedürfnisse der Pflanzen beeinflussen, wie gut sie mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen. Mit einigen einfachen Grundregeln lässt sich Wasser effizient nutzen und die Pflanzengesundheit auch während längerer Hitzeperioden erhalten.
Was passiert bei Trockenheit?
Anhaltende Trockenheit setzt Pflanzen unter Stress. Steht ihnen über längere Zeit zu wenig Wasser zur Verfügung, können sie wichtige Nährstoffe nur noch eingeschränkt aufnehmen und ihr Wachstum verlangsamt sich. Besonders betroffen sind flachwurzelnde Pflanzen wie viele Sommerblumen, Gemüsepflanzen oder Kübelpflanzen.
Erste Anzeichen von Wassermangel sind schlaffe oder eingerollte Blätter, hängende Triebe sowie ein gehemmtes Wachstum. Manche Pflanzen reagieren zudem mit einer vorzeitigen Blüten- oder Samenbildung, um ihre Vermehrung zu sichern. Hält die Trockenheit länger an, können Blätter vertrocknen und ganze Pflanzenteile absterben.
💡 bellaTipp: Zeigen Pflanzen erste Anzeichen von Trockenstress, kann eine gezielte Unterstützung mit Pflanzenstärkungsmitteln oder speziellen Notfalltropfen helfen, sie bei der Regeneration zu unterstützen.
Richtig gießen
Nicht nur die Wassermenge, sondern auch der richtige Zeitpunkt und die Art der Bewässerung beeinflussen die Pflanzengesundheit. Wer die Bedürfnisse seiner Pflanzen berücksichtigt und einige grundlegende Gießregeln beachtet, kann Wasser gezielt einsetzen und Trockenstress wirksam vorbeugen.
Der richtige Zeitpunkt
Pflanzen benötigen tagsüber Wasser für ihre Stoffwechselprozesse und das Wachstum. Deshalb ist es sinnvoll, bereits in den frühen Morgenstunden zu gießen. So steht den Wurzeln ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung, bevor die Temperaturen steigen und die Verdunstung zunimmt.
Gieße möglichst direkt im Wurzelbereich und vermeide es, Blätter und Blüten zu benetzen. Feuchte Pflanzenteile können die Entstehung von Pilzkrankheiten begünstigen. Zudem verdunstet Wasser auf den Blättern deutlich schneller und erreicht die Wurzeln nicht dort, wo es gebraucht wird.
💡 bellaTipp: Verwende möglichst temperiertes Wasser. Sehr kaltes Wasser kann an heißen Tagen zu Temperaturschocks führen. Regenwasser aus einer Regentonne hat meist die ideale Temperatur für die Bewässerung.
Die richtige Wassermenge
Beim Gießen gilt: Lieber seltener, dafür durchdringend gießen als häufig nur kleine Wassermengen zu verabreichen. So gelangt die Feuchtigkeit auch in tiefere Bodenschichten und regt die Wurzeln dazu an, in die Tiefe zu wachsen. Dadurch werden Pflanzen widerstandsfähiger gegenüber Trockenperioden.
Achte darauf, dass das Wasser langsam versickern kann und den Wurzelbereich erreicht. Die Erde sollte gleichmäßig feucht sein, ohne dauerhaft nass zu bleiben. Zu viel Wasser kann ebenso problematisch sein wie Trockenheit, da Staunässe die Wurzeln schädigen und die Sauerstoffversorgung im Boden beeinträchtigen kann.
💡 bellaTipp: Wasser ist kostbar und sollte gezielt eingesetzt werden. Zu viel davon kann Pflanzen ebenfalls schaden. Staunässe verdrängt Sauerstoff aus dem Boden, beeinträchtigt die Wurzelatmung und kann langfristig zu Wurzelschäden führen. Bei Topfpflanzen helfen Untersetzer dabei, überschüssiges Wasser aufzufangen und besser zu nutzen..
Berücksichtige die Bedürfnisse der Pflanzen
Nicht alle Pflanzen haben den gleichen Wasserbedarf. Während Sommerblumen, Gemüsepflanzen und Jungpflanzen regelmäßig gegossen werden müssen, kommen viele etablierte Gartenpflanzen mit kürzeren Trockenphasen besser zurecht. Auch die jeweilige Wachstums- und Reifephase beeinflusst den Wasserbedarf.
Ob eine Pflanze tatsächlich Wasser benötigt, lässt sich oft einfach feststellen. Bei Topfpflanzen hilft die Gewichtsprobe: Fühlt sich der Topf leicht an, ist meist ein Gießvorgang notwendig. Im Beet oder Pflanzgefäß gibt die Fingerprobe Aufschluss: Ist die Erde einige Zentimeter unter der Oberfläche noch feucht, kann mit dem Gießen meist noch gewartet werden.
💡 bellaTipp: Gieße nach Bedarf statt nach einem festen Zeitplan. So erhalten Pflanzen genau die Wassermenge, die sie tatsächlich benötigen, und Wasser wird besonders effizient genutzt.
Beobachte das Wetter und die Bodenbeschaffenheit
Wie häufig gegossen werden muss, hängt nicht nur von der Pflanze selbst, sondern auch von Wetter und Bodenbeschaffenheit ab. An heißen, sonnigen oder windigen Tagen trocknet der Boden deutlich schneller aus als bei kühleren Temperaturen oder nach längeren Regenfällen.
Auch die Bodenart spielt eine wichtige Rolle: Lehmige Böden können Wasser länger speichern, während sandige Böden Feuchtigkeit schneller versickern lassen und häufiger bewässert werden müssen. Deshalb lohnt es sich, die Bodenfeuchtigkeit regelmäßig zu kontrollieren und die Wassergaben an die aktuellen Bedingungen anzupassen.
💡 bellaTipp: Die Erde sollte in einigen Zentimetern Tiefe leicht feucht sein, während die oberste Bodenschicht zwischen den Wassergaben ruhig etwas antrocknen darf.
Wasser länger im Boden halten
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Verdunstung reduzieren und die Bodenfeuchtigkeit länger erhalten. Besonders wirksam ist eine Mulchschicht aus Materialien wie Misanthus-Streu, Stroh, Heu oder Laub. Sie schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung, gleicht Temperaturschwankungen aus und sorgt dafür, dass Wasser langsamer verdunstet.
Ebenso wichtig ist eine lockere, humusreiche Bodenstruktur. Sie verbessert die Wasserspeicherung und ermöglicht es den Wurzeln, tief in den Boden vorzudringen. Regelmäßiges Lockern der oberen Bodenschicht kann zusätzlich helfen, die Verdunstung zu verringern und die Bodenfeuchtigkeit länger zu bewahren.
💡 bellaTipp: Mulchen und Bodenpflege ergänzen sich ideal. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Wasser effizienter genutzt wird und Pflanzen Trockenphasen besser überstehen.
Bewässerung im Urlaub
Damit Pflanzen auch während des Urlaubs optimal versorgt sind, lohnt sich eine frühzeitige Planung. Besonders Kübelpflanzen, Balkonkästen und Gemüsepflanzen können bereits nach wenigen heißen Tagen unter Wassermangel leiden.
Wer länger verreist, kann Familie, Freunde oder Nachbarn um Unterstützung bitten. Noch komfortabler sind automatische Bewässerungssysteme, die die Wasserversorgung zuverlässig übernehmen. Bewässerungscomputer, Tropfbewässerungen oder Zeitschaltuhren helfen dabei, den Wasserbedarf der Pflanzen auch während der Abwesenheit abzudecken. Regentonnen können zusätzlich als nachhaltige Wasserquelle genutzt werden.
Auch der Rasen benötigt in den Sommermonaten besondere Aufmerksamkeit. Welche Vorbereitungen vor dem Urlaub sinnvoll sind und wie sich die Grünfläche nach der Rückkehr optimal regeneriert, erfährst du in unserem Blogbeitrag zur Rasenpflege im Urlaub.
💡 bellaTipp: Teste automatische Bewässerungssysteme bereits einige Tage vor der Abreise. So kannst du sicherstellen, dass alle Pflanzen ausreichend versorgt werden und mögliche Anpassungen rechtzeitig vornehmen.
Die passende Bewässerung für deinen Garten
Mit der richtigen Ausstattung wird die Pflanzenpflege im Sommer deutlich einfacher. Ob Gießkanne, Gartenschlauch, Regner, Tropfbewässerung oder automatische Bewässerungssysteme – für jede Gartengröße und jeden Bedarf gibt es die passende Lösung. Entdecke unser Sortiment und finde die ideale Bewässerung für gesunde Pflanzen und einen gepflegten Garten.
