Tipps für deinen klimafitten und zukunftsstarken Garten

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Extreme Wetterereignisse wie Stürme, lange Trocken- und Hitzeperioden, Starkregen, Hagel oder Spätfröste treten durch den Klimawandel immer häufiger auf. Gleichzeitig nehmen das Insektensterben und der Verlust der Artenvielfalt weltweit weiter zu. Die Auswirkungen auf natürliche Kreisläufe, funktionierende Ökosysteme und unsere Lebensgrundlagen sind bereits heute deutlich spürbar. Umso wichtiger wird es, den eigenen Garten klimafit zu gestalten – als widerstandsfähigen Wohlfühlort und wertvollen Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Insekten.

So machst du deine grüne Oase Schritt für Schritt klimafit

Standortgerechte Pflanzen wählen: Trockenheitsverträgliche und standortgerechte Pflanzen sind ein wichtiger Schritt hin zu einem klimafitten Garten. Sie kommen besser mit Hitze und längeren Trockenperioden zurecht, spenden natürlichen Schatten und tragen zu einem angenehmen Mikroklima bei. Gleichzeitig schaffen sie wertvolle Lebensräume für Insekten und fördern die Artenvielfalt.


Im Herbst pflanzen: Herbstpflanzungen bieten ideale Bedingungen für viele Gehölze. Die Pflanzen können bis zum Frühjahr kräftige Wurzeln bilden und sind dadurch widerstandsfähiger gegenüber sommerlicher Hitze und Trockenheit.


Jungpflanzen gezielt gießen: Junge Bäume und Pflanzen benötigen in den ersten Jahren ausreichend Wasser, damit sich ein gesundes und tiefreichendes Wurzelsystem entwickeln kann. Ab etwa dem dritten Standjahr ist zusätzliches Gießen meist nur noch bei längeren Trockenperioden notwendig.

Schmetterling und Biene

Lebensräume für Nützlinge schaffen: Hecken, Totholz, Trockensteinmauern und naturnahe Bereiche bieten wertvolle Rückzugsorte für Nützlinge und Gartentiere. Sie fördern die Artenvielfalt und unterstützen das natürliche Gleichgewicht im Garten – denn viele nützliche Tiere helfen dabei, Schädlinge auf natürliche Weise zu regulieren.

Wasserstellen integrieren: Frisches Wasser ist besonders an heißen Sommertagen für Vögel, Insekten und Kleintiere lebenswichtig. Mit kleinen Wasserstellen oder Vogeltränken schaffst du wichtige Erfrischungsorte und unterstützt die tierischen Gartenbewohner in trockenen Zeiten.

Natürlich gärtnern: Verzichte möglichst auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel. Naturnahe Pflege unterstützt ein gesundes Bodenleben, schützt Nützlinge und trägt zu einem widerstandsfähigen Garten im natürlichen Gleichgewicht bei.


Torffreie Erde verwenden: Mit torffreien Produkten leistest du einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Moorschutz. Der Abbau von Torf zerstört wertvolle Moore und Feuchtbiotope, die große Mengen Kohlendioxid speichern. Torffreie Erden bestehen stattdessen aus natürlichen Rohstoffen wie Grünkompost, Holzfasern oder Rindenhumus.


💡 bella Tipp: Torffreie Erde nimmt Wasser anders

auf als herkömmliche Substrate.

Gieße daher lieber in kleineren Mengen und versorge

Topfpflanzen regelmäßig zusätzlich mit biologischem Flüssigdünger.

Wasserspeichernde Granulate nutzen: Wasserspeichernde Granulate in der Pflanzerde helfen dabei, Feuchtigkeit länger im Boden zu halten. So werden Pflanzen auch an heißen Tagen besser versorgt und der Wasserverbrauch kann reduziert werden.

Regenwassernutzung

Regenwasser nutzen: Gesammeltes Regenwasser ist eine nachhaltige und ressourcenschonende Möglichkeit, deinen Garten zu bewässern. Gleichzeitig sparst du wertvolles Trinkwasser und versorgst deine Pflanzen auf natürliche Weise.

Gezielt gießen: Gieße bedarfsgerecht und möglichst direkt im Wurzelbereich der Pflanzen. So gelangt das Wasser genau dorthin, wo es benötigt wird, und verdunstet weniger schnell an heißen Tagen.

Boden regelmäßig lockern: Durch regelmäßiges Hacken und Lockern bleibt der Boden aufnahmefähiger. Wasser kann besser versickern, die Erde trocknet langsamer aus und die Feuchtigkeit bleibt länger gespeichert – das spart zusätzlich Gießwasser.

Dächer begrünen: Begrünte Dächer sind wahre Multitalente im klimafitten Garten. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für Vögel und Insekten, speichern Regenwasser und filtern Staub sowie Schadstoffe aus der Luft. Gleichzeitig wirken sie im Sommer angenehm kühlend und im Winter isolierend.


Gartenbeete mulchen: Eine organische Mulchschicht hält Feuchtigkeit und Nährstoffe länger im Boden, schützt vor Austrocknung und unterstützt ein gesundes Bodenleben.

Besonders nachhaltig: Wiederverwendetes Gartenmaterial wie Laub, Grasschnitt oder gehäckselte Äste spart Ressourcen sowie unnötige Verpackungs- und Transportwege.


Gründünger aussäen: Gründüngung bringt neue Energie in den Gartenboden. Nach der Ernte ausgesät, verbessern die Pflanzen die Bodenstruktur und fördern die natürliche Fruchtbarkeit. Vor der nächsten Bepflanzung können sie leicht eingearbeitet oder als schützende Mulchschicht verwendet werden.


Blumenwiesen und Blühstreifen anlegen: Blumenwiesen, Kräuterrasen und Blühstreifen schaffen wertvolle Lebensräume und bieten Nahrung für Insekten und Vögel. Gleichzeitig bringen sie natürliche Vielfalt, Farbe und Lebendigkeit in deinen Garten.


Kompost nutzen: Organische Garten- und Küchenabfälle lassen sich ganz einfach zu wertvollem Kompost verwandeln. So entstehen natürliche Nährstoffe für deine Pflanzen und wertvolle Ressourcen bleiben im Kreislauf.