Der Mai zählt zu den aufregendsten Gartenmonaten. Endlich dürfen viele Jungpflanzen nach draußen – doch ein bisschen Geduld ist noch gefragt. Denn bevor der Garten richtig durchstartet, schauen oft noch die Eisheiligen vorbei.

Blätter mit Raureif

Auch wenn sich April und Mai schon herrlich warm anfühlen: Mitte Mai kann es nachts noch einmal frostig werden. Kalte Luft aus dem Norden sorgt dann für empfindliche Pflanzen schnell für Stress – oder im schlimmsten Fall für Frostschäden.

Was heißt das für deinen Garten?

Frostempfindliches Gemüse wie Tomaten, Paprika, Gurken, Melanzani, Kürbis, Süßkartoffel oder Zucchini bleibt besser noch geschützt im Haus, auf der Fensterbank oder im Glashaus. Gerade in kühlen Nächten können niedrige Temperaturen den jungen Pflanzen schaden und ihr Wachstum deutlich verzögern. Ein geschützter, heller Standort hilft ihnen, kräftig zu wachsen und sich optimal auf das Auspflanzen vorzubereiten.Auch Sommerblumen und nicht winterharte Kräuter warten lieber, bis die Eisheiligen vorüber sind. Erst wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind, fühlen sich die wärmeliebenden Pflanzen im Freien richtig wohl und können sich gesund entwickeln.

Die Eisheiligen 2026

11. Mai: Mamertus

12. Mai: Pankratius

13.Mai: Servatius

14.Mai: Bonifazius

15.Mai: Sophia – die „kalte Sophie“

Ab dem 15. Mai gilt traditionell: Jetzt darf gepflanzt werden. Dann stehen die Chancen gut, dass das Wetter stabil bleibt und dein Garten richtig loslegen kann.


Natürlich sind die Eisheiligen nur eine Orientierung. Wenn du den Wetterbericht im Blick behältst, kannst du – gut geschützt – auch ein wenig früher mit den empfindlichen Pflanzen starten.


💡bellaTipp: Du kannst deine Pflanzen bei Frostgefahr auch mit Gartenvlies, Schafwollmatten, mobilen Frühbeetaufsätzen, Hochbeet-Tunnelbogen oder Öko-Tomaten-Vliesschlauch schützen.


Aber Vorsicht: Späte Nachtfröste sind bis Ende Mai keine Seltenheit.

Kleiner Blick in die Geschichte

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Die Bauernregel rund um die Eisheiligen stammt aus einer Zeit, in der noch der julianische Kalender galt. Mit der Umstellung auf den gregorianischen Kalender haben sich die Daten im Lauf der Zeit etwas verschoben.


Streng genommen würden die Eisheiligen heute sogar etwa eine Woche später, also rund um den 20. Mai, liegen. Trotzdem haben sich die traditionellen Termine bis heute als hilfreiche Orientierung für Gartenentscheidungen bewährt.