So bleiben deine Tomaten den ganzen Sommer gesund
Tomaten richtig gießen
Tomaten benötigen besonders an heißen Sommertagen eine gleichmäßige Wasserversorgung. Gieße deine Pflanzen am besten in den frühen Morgenstunden direkt im Wurzelbereich und vermeide es, die Blätter zu benetzen. So kann das Wasser optimal aufgenommen werden und das Risiko für Pilzkrankheiten wird reduziert.
Achte darauf, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt. Starke Schwankungen – etwa durch längere Trockenphasen mit anschließend intensivem Gießen oder heftige Regenfälle – können dazu führen, dass die Früchte aufplatzen. Eine regelmäßige und bedarfsgerechte Bewässerung unterstützt zudem die kontinuierliche Nährstoffaufnahme und hilft, Blütenendfäule vorzubeugen. Diese zeigt sich durch trocken-braune Stellen an den Früchten und tritt vor allem bei empfindlicheren Sorten oder Tomaten im Topf auf.
💡bellaTipp: Reduziere die Wassermenge leicht, sobald die Tomaten zu reifen beginnen – ohne die Pflanzen austrocknen zu lassen. So reifen die Früchte oft schneller und entwickeln ein besonders intensives Aroma.
Mulchen schützt den Boden vor dem Austrocknen

Eine Mulchschicht kann besonders an heißen Sommertagen dazu beitragen, die Verdunstung an der Bodenoberfläche zu reduzieren. Dafür eignen sich je nach Einsatzbereich beispielsweise Miscanthusstreu, Rasenschnitt, Mulchpapier, Schafwollvlies oder Stroh.
Eine Bodenabdeckung kann außerdem Temperaturschwankungen an der Bodenoberfläche abmildern und bietet verschiedenen Bodenorganismen geschützte Bereiche.
Warum Tomaten regelmäßig Dünger brauchen
Tomaten gehören zu den Starkzehrern und benötigen während ihres Wachstums eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Verwende beim Einpflanzen eine geeignete Tomatenerde und ergänze je nach Bedarf einen geeigneten Tomatendünger, Hornspäne, Braunkorn oder reifen Kompost.
Mit Beginn der Blüte kannst du die weitere Düngung an den Bedarf deiner Pflanzen anpassen. Geeignete Tomaten- und Gemüsedünger werden entsprechend den jeweiligen Dosierungs- und Anwendungsempfehlungen eingesetzt.
💡 bellaTipp: Helle oder gelblich verfärbte Blätter können unter anderem auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Prüfe zunächst Standort, Wasserversorgung und Nährstoffversorgung, bevor du gezielt nachdüngst.
Ausgeizen leicht gemacht
Die meisten Tomaten im Garten sind Stabtomaten. Sie wachsen kontinuierlich in die Höhe und bilden ihre Früchte am Haupttrieb. Entferne deshalb regelmäßig die Seitentriebe, die in den Blattachseln entstehen. So kann die Pflanze ihre Energie gezielt in das Wachstum und die Ausbildung großer, schmackhafter Früchte investieren.
Bei kleinfruchtigen Stabtomaten darf vereinzelt ein Seitentrieb stehen bleiben. Dieser wird nach der Blüte und dem darauffolgenden Blatt eingekürzt, damit die Pflanze nicht zu dicht wächst.
Anders verhält es sich bei Busch- oder Balkontomaten. Diese wachsen von Natur aus kompakt, verzweigen sich stark und tragen ihre Früchte an vielen Seitentrieben. Ein Ausgeizen ist hier in der Regel nicht notwendig. Nur wenn die Pflanze sehr dicht wächst, können einzelne Triebe entfernt werden, um die Luftzirkulation zu verbessern.
💡 bellaTipp: Entferne Seitentriebe möglichst früh, solange sie noch weich sind. So bleiben die Wunden klein und das Risiko für Krankheiten wird reduziert. Die jungen Triebe lassen sich ganz einfach mit den Fingern ausbrechen.
Rankhilfen sorgen für gesunde Pflanzen

Eine stabile Rankhilfe ist für die meisten Tomatensorten unverzichtbar. Sie gibt den Pflanzen sicheren Halt, stützt die schweren Fruchttriebe und verhindert, dass Triebe unter der Last abknicken.
Gleichzeitig sorgt der aufrechte Wuchs dafür, dass Licht und Luft besser an die Pflanze gelangen. Das fördert nicht nur ein gesundes Wachstum, sondern hilft auch, Pilzkrankheiten und Fäulnis vorzubeugen.
💡 bellaTipp: Für Stabtomaten eignen sich Tomatenspiralstäbe, Tomatentürme, Bambusstäbe oder Rankkegel. Binde die Triebe regelmäßig locker an der Rankhilfe fest, damit sie ausreichend Halt haben und ungehindert weiterwachsen können.
Tomaten stärken und Krankheiten vorbeugen
Kraut- und Braunfäule vorbeugen
Kraut- und Braunfäule gehört zu den häufigsten Krankheiten bei Tomaten und tritt besonders bei feuchter Witterung oder dichtem Pflanzenwuchs auf. Mit den richtigen Pflegemaßnahmen kannst du das Risiko jedoch deutlich reduzieren.
Schütze deine Tomaten möglichst vor Regen, indem du sie unter einem Tomatendach oder an einem geschützten Standort kultivierst. Entferne außerdem regelmäßig die unteren Blätter, damit beim Gießen oder Regen kein Spritzwasser an die Pflanze gelangt. Ausreichend Pflanzabstand, regelmäßiges Ausgeizen und eine gute Luftzirkulation helfen zusätzlich dabei, die Blätter nach Feuchtigkeit schneller abtrocknen zu lassen. Pflanze Tomaten außerdem nicht unmittelbar neben Kartoffeln, da beide Pflanzen anfällig für dieselbe Krankheit sind.
Mischkultur – gute Nachbarn für Tomaten

Tomaten lassen sich im Beet oder Hochbeet mit verschiedenen Gemüsearten, Kräutern und Blühpflanzen kombinieren. Dazu zählen beispielsweise Basilikum, Petersilie, Buschbohnen, Salat, Spinat, Ringelblumen oder Studentenblumen.
Achte bei der Zusammenstellung darauf, dass die Pflanzen hinsichtlich Standort, Wasser- und Nährstoffbedarf sowie Platzangebot zueinander passen. So kannst du den vorhandenen Platz abwechslungsreich bepflanzen und unterschiedliche Kulturen miteinander kombinieren.
💡 bellaTipp: Ergänzend zur regelmäßigen Pflege können geeignete Pflanzenstärkungsmittel entsprechend ihrem vorgesehenen Anwendungsbereich eingesetzt werden. Beachte dabei die Anwendungshinweise und Dosierungsempfehlungen des jeweiligen Produkts.
Die häufigsten Pflegefehler bei Tomaten
Auch mit der besten Absicht können sich bei der Tomatenpflege kleine Fehler einschleichen. Mit etwas Aufmerksamkeit lassen sie sich jedoch leicht vermeiden.
- Unregelmäßiges Gießen: Starke Schwankungen in der Wasserversorgung können zu rissigen Früchten oder Blütenendfäule führen.
- Staunässe: Bleibt überschüssiges Wasser im Boden stehen, drohen gelbe Blätter und Wurzelfäule.
- Nasse Blätter beim Gießen: Feuchte Blätter erhöhen das Risiko für Pilzkrankheiten wie Kraut- und Braunfäule. Gieße daher immer direkt im Wurzelbereich.
- Zu wenig Sonne: Tomaten benötigen einen sonnigen Standort. Zu wenig Licht führt zu schwachem Wachstum und einer geringeren Ernte.
- Zu wenig Nährstoffe: Als Starkzehrer brauchen Tomaten regelmäßig Dünger. Ein Nährstoffmangel zeigt sich häufig durch helle Blätter und einen geringeren Fruchtansatz.
- Stabtomaten nicht ausgeizen: Zu viele Seitentriebe kosten die Pflanze Kraft und führen häufig zu kleineren Früchten.
- Fehlende Rankhilfe: Ohne ausreichend Halt können Triebe unter dem Gewicht der Früchte abknicken und die Pflanzen wachsen unkontrolliert.
Mit einer auf Standort und Pflanzenentwicklung abgestimmten Pflege begleitest du deine Tomaten durch den Sommer. Entdecke passende Produkte für deine Tomaten – von Tomatenerde und Dünger bis hin zu praktischen Rankhilfen und Produkten für die weitere Pflanzenpflege.
