So unterstützt du Wildtiere im Sommergarten

Schweißtreibende Temperaturen, aufgeheizte Städte und trockene Böden: Heiße Sommertage und längere Trockenphasen werden auch in Österreich immer häufiger. Wenn natürliche Wasserstellen austrocknen, Nahrung knapp wird und schattige Rückzugsorte fehlen, wird es für viele Wildtiere schwieriger, gut durch den Sommer zu kommen. Schon mit kleinen Veränderungen kannst du ihnen dabei helfen.


Ob im Garten, auf der Terrasse oder am Balkon – Wasserstellen, blühende Pflanzen und naturnahe Rückzugsorte schaffen wertvolle Lebensräume. Und davon profitieren nicht nur Vögel, Insekten und andere Gartentiere, sondern auch dein Garten selbst.

Warum Wildtiere im Garten wichtig sind

Wildbiene an Ziersalbei

Wildtiere sind ein wichtiger Teil eines natürlichen Gartens. Sie tragen zu einem gesunden Gleichgewicht bei, unterstützen die Artenvielfalt und können deine Pflanzen auf ganz natürliche Weise unterstützen. Viele Insekten bestäuben Blüten und schaffen damit die Grundlage für eine reiche Ernte. Andere Tiere helfen bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung.

Auch im Boden ist einiges los: Regenwürmer, Asseln und andere Bodenlebewesen zersetzen Laub, Totholz und andere organische Materialien. Dabei entsteht wertvoller Humus und der Boden wird auf natürliche Weise gelockert.

Das ist jetzt zu tun:

1. Wasserstellen schaffen

Wenn natürliche Wasserstellen austrocknen, freuen sich Vögel, Insekten, Igel und viele andere Gartentiere über eine flache Schale mit frischem Wasser. Steine, Moos oder kleine Zweige dienen dabei als sichere Ausstiegshilfe.

💡 bellaTipp: Stelle die Wassertränke an einen schattigen, katzensicheren Platz und reinige sie regelmäßig.

2. Nahrung und Rückzugsorte bieten

Mit bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen wie Lavendel, Schafgarbe, Kapuzinerkresse sowie blühendem Rosmarin, Salbei und Thymian schaffst du wertvolle Nahrungsquellen. Auch Laubhaufen und Totholz sind wichtige Verstecke und Winterquartiere.


Warte mit dem Rückschnitt trockener Pflanzenstängel möglichst bis zum Frühjahr. In ihnen können Insekten überwintern. Zusätzliche Nistmöglichkeiten wie Insektenhotels, Hummelhäuser oder Nistkästen bieten weiteren wertvollen Lebensraum.

3. Sandbäder für Vögel

Auch über ein Sandbad freuen sich viele Vögel. Es hilft ihnen dabei, ihr Gefieder zu pflegen und von Parasiten zu befreien. Dafür eignet sich ein flacher Untersetzer mit mindestens 30 cm Durchmesser, den du mit feinem Quarzsand füllst. Platziere ihn an einem sonnigen, katzensicheren Platz und erneuere den Sand regelmäßig.

4. Natürlich gärtnern

Torffreie Erden, organische Dünger und biologische Pflanzenschutzmittel unterstützen einen naturnahen Garten. Auch Kompost trägt zum natürlichen Kreislauf bei und schafft Lebensraum für viele Bodenlebewesen.


Langfristig profitieren Wildtiere von entsiegelten Flächen, Blumenwiesen, standortgerechten Pflanzen und natürlichen Feuchtbereichen. Schon kleine Veränderungen können dabei einen großen Unterschied machen – für mehr Artenvielfalt und einen lebendigen Garten.