Kräuter-Kniffe

Kräuter-Kniffe

Seit jeher verfeinern Kräuter den Wohlgeschmack unserer Speisen und tragen zu deren Bekömmlichkeit bei. Was aber tun mit einem Zuviel an würzigem Grün? 

Legen Sie sich einen aroma- und vitaminreichen Vorrat für frischkräuterarme Zeiten an. Die meisten Kräuter lassen sich mit einfachen Mitteln längere Zeit haltbar machen – trocknen, einsalzen, einfrieren und mit Essig oder Öl in schöne Karaffen einlegen. Für viele Kräuter ist der optimale Erntezeitpunkt die Spanne kurz vor oder während der Blüte. 

Wer in diesen günstigen Tagen sammelt, beschafft sich besonders wertvolle Vorräte, da Aroma und Würzkraft dann am ausgeprägtesten sind. Geerntet werden sollte an sonnigen Tagen, am besten zw. 10 und 11 Uhr, wenn die Sonne den Morgentau schon abgetrocknet hat. Einzelne Blätter, Blüten und weiche Triebspitzen kann man leicht mit der Hand pflücken. Härtere Äste sollten Sie mit dem Messer od. einer Schere schneiden. 

Kräuteressig

Kräuter waschen, abtrocknen und vorsichtig in eine trockene Flasche geben. Mit Weinessig auffüllen. Je nach Intensität der Kräuter einige Wochen im Essig ziehen lassen.

Kräuteröl

Frische Kräuter ca. 2 Tage trocknen lassen, in ein Gefäß geben und mit Öl übergießen, bis sie bedeckt sind. Verschlossen 2–4 Wochen kühl stellen. 

Für Kräuteressig und -öl geeignet sind: Rosmarin, Basilikum, Salbei, Thymian, Zitronenmelisse.

Kräutersalz

Zum Einsalzen eignen sich besonders gut Petersilie, Liebstöckel, Schnittlauch, Pimpinelle und Basilikum. Die frisch geernteten Kräuter behutsam waschen und vorsichtig trockentupfen. Etwas zerkleinern und mit Salz schichtweise in Gläser geben. Als Faustregel gilt: ein Drittel Salz auf zwei Drittel Kräuter. Die verschlossenen Gläser kühl und dunkel aufbewahren. Speisen, die mit eingesalzenen Kräutern verfeinert werden, benötigen keine zusätzliche Würze mehr. 

Getrocknete Kräuter

Ihre intensive Würzkraft beim Trocknen behalten Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Lavendel, Bohnenkraut, Estragon, Basilikum und Minze. Nicht mehr ganz so würzig, aber für Mischungen noch gut geeignet sind in getrocknetem Zustand Liebstöckel, Dill, Borretsch, Ysop, Pimpinelle und Melisse. Petersilie und Schnittlauch büßen beim Trocknen ihr gesamtes Aroma ein. 

Die Kräuter können im Backofen genauso gut wie im Dörrapparat getrocknet werden, wichtig ist nur, dass die Temperatur von 35 Grad nicht überschritten wird. Außerdem können die Gewürze auch im Freien, an einem schattigen Platz auf  einem Sieb zum Trocknen ausgebreitet werden. 

Von Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel werden die Früchte verwendet. Nach der Ernte Fruchtstände kopfüber aufhängen und ein feines Gewebe zum Auffangen der Früchte darunter legen. 

Grüne Eiswürfel

Die gewaschenen Kräuter einzeln od. gleich in Mischungen (z. B. Petersilie, Basilikum, Liebstöckel) klein hacken, in den Eiswürfelbehälter geben und mit Wasser auffüllen. Solange vorfrieren, bis die Würfel fest sind. Danach einzeln in Folie od. kleine Säckchen verpacken und gekennzeichnet ins Gefrierfach legen. Verwenden sie die praktischen Kräuterwürfel gefroren.

Komplette Würzsträuße einfrieren

Ganze Kräutersträuße, sortenrein oder verschieden sortiert, lassen sich sehr gut einfrieren. Einfach waschen, vorsichtig abtupfen, in Alufolie einwickeln und beschriftet ins Gefrierfach legen. Die Kräuter nach dem Auftauen fein schneiden oder hacken. Frieren sie nicht allzu große Portionen ein, aufgetaute Kräuter, die länger liegen bleiben, werden wässrig und verlieren ihre wunderbare Würzkraft. Noch einmal Einfrieren ist nicht empfehlenswert.  

Päckchen mit würzigem Inhalt

Vorbereitete, klein gezupfte Kräuter in Gefriersäcke füllen. Die Luft herausstreichen, verschließen und einfrieren. Bei Bedarf unaufgetaut in den Handflächen zerreiben und sofort die Speisen damit würzen. 

So bleiben Kräuter frisch

Kräuter vorsichtig waschen und mit Küchenrolle trockentupfen. In einen Sack geben, Luft hinein blasen und dicht verschließen. So im Kühlschrank aufbewahrt, bleiben Kräuter einige Tage knackig und frisch. 

 

Tipp: Dieser Trick funktioniert auch bei Blattsalaten.

Wissenswertes