Beerenobst

Beerenobst

Zum Beerenobst zählen Schwarze und Rote Johannisbeeren (Ribiseln), Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Preiselbeeren und Weintrauben. 

Bescheiden und robust

Das Strauchbeerenobst ist im Allgemeinen nicht besonders anspruchsvoll an Boden und Lage. Am genügsamsten sind die Brombeeren. Sie sind robust und tragen fast an allen Standorten gut. Empfindlich sind sie nur gegenüber starken Winterfrösten. Himbeeren sind echte Waldpflanzen und gedeihen nur auf kräftigen, stark humosen Böden. Am anspruchsvollsten sind die Johannis- und Stachelbeeren. Sie fühlen sich in einem nährstoffreichen, milden und humosen Lehmboden besonders wohl. 

Sie sollten den Boden aber doch gut mit Humus und Dünger (Beerendünger) versorgen, ansonsten kommt es zu keinem wünschenswerten Ertrag. Bei Flachwurzlern wie der Stachel- und Johannisbeere sollten Sie den Boden nicht tief bearbeiten, denn sonst beschädigen Sie die Wurzeln. 

Zeitweise Trockenheit und stauende Nässe vertragen sie nicht. Regelmäßige Schnitt- und sonstige Pflegemaßnahmen danken die Beerenobststräucher mit einer langen Lebensdauer und reichen Erträgen.  

 

Schnittpflege der Beerensträucher


Brombeeren

Bei aufrechtwachsenden Sorten entfernen Sie gleich nach der Ernte die abgeernteten Triebe.


Himbeeren

Entfernen Sie laufend nach der Ernte die abgeernteten Ruten ebenerdig. Verbrennen Sie diese Triebe, damit beugen Sie der Himbeerrutenkrankheit vor. Die nachwachsenden Fruchttriebe für das nächste Jahr sollten im Herbst oder im folgenden Frühling nur entspitzt werden. Schwach entwickelte Jungtriebe entfernen Sie ebenfalls ebenerdig. 


Johannisbeeren (Ribiseln)

Bei zu dichtem Wuchs führen Sie einen Sommerschnitt im Juni/Juli durch, dabei lichten Sie die Pflanzen aus. Im zweiten und dritten Jahr ist der Winterschnitt wichtig, darunter versteht man den Aufbauschnitt auf 6–10 Triebe. Die Jahrestriebe sollten dabei um 1/3 bis zur Hälfte eingekürzt werden, damit verbunden ist der Ertragsschnitt auf 4–6 Augen. 

Preiselbeeren

Hier ist kein Schnitt erforderlich – Ausnahme: Bei starker Verwilderung lichten Sie die Pflanze aus.


Stachelbeeren

Im ersten und zweiten Standjahr ist der Aufbauschnitt des Strauches mit 4–6 Leittrieben wichtig, diese kürzen Sie ca. um 1/3 ein, im Sommer können Sie dichtstehende Triebe auslichten. Im zweiten Standjahr sollten dann 6–8 Leittriebe als werdende Hauptäste erhalten bleiben. 

Danach ist ein jährlicher Ertragsschnitt vorzunehmen. Er wirkt sehr positiv auf die Fruchtknospenentwicklung am zweit- und mehrjährigen Holz. Lassen Sie dabei die einjährigen Triebe ungeschnitten, diese bringen große Früchte. Ein Verjüngungsschnitt besteht darin, dass ab dem vierten oder fünften Jahr die ältesten Triebe der Reihe nach entfernt werden. 


Weinreben

Im ersten Jahr (Pflanzjahr) lassen Sie einen Trieb hoch wachsen und binden ihn laufend an das Spalier. Entfernen Sie überzählige Triebe. Im zweiten Jahr binden Sie den nun verholzenden Trieb in ca. 40–60 cm Höhe waagrecht an. Die waagrechten Leittriebe schneiden Sie auf 3–5 Augen zurück. 

Die Austriebe am Stamm entfernen Sie laufend. In den folgenden Jahren kürzen Sie zwei der dem Stamm am nächsten stehenden, gut verholzten Triebe auf 6–8 Augen ein und biegen diese waagrecht nach beiden Seiten um und binden Sie fest.