Tomatenfieber

Tomatenfieber

Nur rot und rund war gestern – heute hängt der Tomatenhimmel voll mit kunterbunten Früchten….

Bärentatzengroß bis Murmelklein, mit Streifen, Rippen oder Nasen – bei den alten „Arche Noah“ Tomatensorten ist fast alles möglich! So wunderschön sind die Tomaten anzusehen und so unterschiedlich und köstlich schmecken sie, dass sie unsere Sammelleidenschaft wecken. Immer mehr Hobbygemüsegärtner dürfen sich als tomatensüchtig bezeichnen.
Im Frühling, zur Aussaatzeit, hatte man noch alles im Griff, drei Sämlinge vom „Ochsenherz“ zwei Wildtomaten zum naschen, zwei gelbe Tomaten, die schmecken den Kindern – ach ja, und nicht zu vergessen vier von den normalen runden Salattomaten. Noch fanden alle auf der Fensterbank Platz …

 

Schöne Schwemme aus bunten Früchten
Aber spätestens Mitte Mai stellte sich mir die Frage: Wohin mit den vielen Tomatenpflanzen? Nach einigen Familienkonferenzen wurde ein warmer Samstag zum Kreativtag ernannt – „Papa baut mit den beiden Kindern ein Tomatenhaus“ – und unsere südliche Hauswand bekam eine lebende Verschalung aus Tomaten in Töpfen. Und falls der vorgesehene Platz noch immer nicht ausreicht, wird neues Land urbar gemacht und die Tomatenpflanzen hinein gesetzt. 
In den Sommerwochen, ca. ab Ende Juli bis zum Frost, strebt unsere Familien Tomatenstory ihrem Höhepunkt zu, denn dank der robusten Natur vieler alter „Arche Noah“ Tomaten Sorten landen die kunterbunten Früchte dann Körbeweise in meiner Küche. 

 

Schon eine Tomatenpflanze bringt Früchte, da sich die gelben Blüten bei Sonne und optimaler weise etwas Wind mit dem eigenen Pollen selbst bestäuben. Reife Tomaten sind bekömmlich, schmackhaft und sehr gesund….
Tomaten sind reich an Mineralien, den Vitaminen B und C, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren. Der Farbstoff  Lycopin senkt das Herzinfarktrisiko und beugt verschiedenen Krebsarten (z.B. dem Brustkrebs)vor. 
Der optimale Standort für die Tomatenpflanzen ist sonnig, windgeschützt und warm. 


Im Sommer ist Pflege angesagt:

  • den Boden mulchen, damit das Wasser den Tomaten zugute kommt
  • hoch wachsende Tomatensorten brauchen einen Halt durch Spiralstäbe, Pfähle oder Schnüre
  • ab Ende Juni die unteren Blätter entfernen, damit der Erreger der Braunfäule nicht vom Boden „überspringen“ kann
  • das Ausbrechen der Seitentriebe bei 2 – 3 cm Länge („ausgeizen“) bringt den Früchten mehr Licht und steigert den Ertrag
  • die Tomatenpflanzen Ende August kappen, dadurch entwickeln sich die verbleibenden Früchte besser. 

Tomaten werden meist frisch verzehrt, doch auch als Suppe, Saft oder gegrillt schmecken sie hervorragend und sind so gesund!